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Eine zehnjährige Erfolgsgeschichte

Freunde des Rothaarsteiges treffen sich am „Forsthaus Hohenroth“

Siegen (kai). Wandern und Feiern – diese Mischung hatten sich am Samstagnachmittag die Geburtstagsgäste anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Rothaarsteigs auf die Fahne geschrieben. Rund 120 Teilnehmer hatten bereits am Mittag ihre Wanderschuhe geschnürt, um an einer der drei geführten Sternwanderungen an den Start zu gehen. Die erste und rund sieben Kilometer lange Tour startete an der Siegquelle. Jochen Niemand vom SGV-Bezirk Siegerland führte die Wanderfreunde an und gab an verschiedenen Punkten hilfreiche Informationen.

Die zweite Tour begann ihren Marsch durch Flora und Fauna von Erndtebrück über den Mäanderweg und die historische Kohlenstraße. Hier gab Erich Schneider vom SGV Bezirk Wittgenstein das Tempo vor. Diese Strecke war mit zehn Kilometern auch die längste Route. Rund acht Kilometer lang war der Weg vom Bahnhof Lützel über die Ederquelle und den geographischen Mittelpunkt des Kreises Siegen-Wittgenstein. Ein Ranger des Landesbetriebs „Wald & Holz“ am Rothaarsteig war hier der „Reiseführer“. Das gemeinsame Ziel der drei Sternwanderungen war das Waldinformationszentrum „Forsthaus Hohenroth“ in der Gemarkung Netphen. Nach der gemütlichen körperlichen Ertüchtigung durch die herrliche Siegerländer Naturlandschaft erwarteten die Teilnehmer rund um das Forsthaus verschiedenste Aktionen und Attraktionen.

Waldspiele für die kleinen Gäste

Unter dem Motto „Waldkino – Faszination Rothaarsteig“ gab es eine Leica-Vision-Diashow, in der die Gäste faszinierende Aufnahmen von Klaus-Peter Kappest erlebten. Anhand der zahlreichen Motive spiegelte sich die spannende und vor allem farbenfrohe Vielfalt des insgesamt 154 Kilometer langen Rothaarsteigs noch einmal deutlich wieder. Besonders spannend für die kleinen Gäste waren die Waldspiele. Unter dem Leitsatz „Faszination Wald“ informierten mehrere Ranger des Landesbetriebs „Wald & Holz“. „Waldpoesie – Eine Literaturperformance“ bot Dr. Marlies Obier. Was wäre ein Geburtstag mitten im Sommer – zumindest im kalendarischen Sinne – ohne Lagerfeuerromantik und Gitarrenmusik. Der Siegener Künstler „Walking Music Man“ (Tristan Kunkel) bot Akustiksongs am Lagerfeuer. Stockbrotbacken machte nicht nur den Kindern Spaß. Neben Kuchen und saftigemFleisch vom Grill schmeckte das frische Stockbrot auch den Erwachsenen besonders gut. Zudem konnten sich die Gäste rund um das Feuer aufwärmen. Wenn es auch – bis auf wenige kleine Tropfen – von oben trocken geblieben war, zeigten sich die Temperaturen von einer unangenehmkalten Seite.

Landrat Breuer lobt „Pioniere“

Eine sehenswerte Ausstellung unter dem Titel „Boden – wir stehen drauf“ gab es im Waldinformationszentrum. In einer von Roswitha Still (Vorsitzende des Vereins Rothaarsteig-Infrastruktur) geführten Talkrunde standen Landrat Paul Breuer (Siegen-Wittgenstein), Landrat Wolfgang Schuster (Lahn-Dill-Kreis), Franz Püttmann (Fachbereichsleiter Wald- und Holz NRW), Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann, Dr. Rainer Brämer als „Geburtshelfer“ des Rothaarsteigs, Dr. Harald Knoche (Projektbüro Rothaarsteig), Rothaarsteig-Ranger Norbert Hoffmann sowie Dillenburgs Bürgermeister Michael Lotz Rede und Antwort.

„Zehn Jahre Rothaarsteig sind eine zehnjährige Erfolgsgeschichte. Der Steig war der erste zertifizierte Premium-Fernwanderweg in Deutschland. Damit sind wir Pioniere“, sagte Paul Breuer mit ein wenig Stolz.

In zehn Jahren wurde der Steig von 15 Millionen Wanderern besucht

Zudem gab er bekannt, dass der Rothaarsteig in den letzten zehn Jahren von über 15 Millionen Wanderern frequentiert wurde. Drei Millionen Gäste hätten seit 2001 in einem der über 4600 Betten in 117 Qualitätsbetrieben am Rothaarsteig übernachtet. Dabei läge der Tagesumsatz pro Gast bei 22 Euro. „Der Rothaarsteig sichert zudem rund 1000 Arbeitsplätze in der Tourismusbranche der Region“, so Breuer weiter. Auch das Thema „Kyrill“ griff die Rederunde noch einmal auf. „Dadurch sind viele neue Möglichkeiten entstanden. Zudem sind wir froh, dieses große Projekt alle zusammen gut gemeistert zu haben“, so der Landrat.

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