Bericht zum Wirtschaftsdialog

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Lahn-Dill-Kreis spitzt sich weiter zu: höhere Arbeitslosenzahl; geringere Zahl offener Stellen; Zeitarbeit bricht ein; Zahl gemeldeter Kurzarbeit steigt, Zahl der Entlassungen und Insolvenzen steigt.

Aufgrund der noch nie da gewesenen Wirtschaftskrise hat der Landrat am 6. Februar und am 19. Juni im Kreishaus zu einem Wirtschaftsdialog eingeladen. Am 6. November folgt der dritte Termin mit den Beteiligten mit den jeweiligen regionalen Entscheidungsträgern.

Eingeladen sind die Arbeitsagentur, Lahn-Dill-Arbeit GmbH, IHK, Handwerkskammer, Kreishandwerkerschaft, Verband Metall- und Elektrounternehmer, Fraktionsvorsitzende des Kreistages, Bundestags- und Landtagsabgeordnete aus dem Lahn-Dill-Kreis, Dezernenten des Lahn-Dill-Kreises, Gewerkschafts- und  Bankenvertreter und einige Bürgermeister.

Während man vor einem guten Jahr überall hörte: „das beste Geschäftsjahr in der Firmengeschichte“ „wir suchen händeringend Facharbeiter“ wurde dies seit Herbst 2008 durch die Aussage ersetzt: „so etwas haben wir noch nicht erlebt“.

Für diese Krise gibt es keine Blaupause. Wir müssen alles unternehmen, um unsere Betriebe über die nächsten 15 bis 20 Monate zu begleiten und die industrielle Struktur unseres Landkreises zu erhalten.

Als Ergebnis aus den beiden Gesprächen müssen wir uns gemeinsam dafür einsetzen, dass

  1. die Kriterien aus „Basel II“ für 2 Jahre mit dem Ziel, die Kapitalversorgung sicherzustellen ausgesetzt werden (Bundespolitik),
  2. die Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (Kfw) zeitlich befristet ohne zusätzliche Sicherheiten gewährt werden (Bundes- und Landespolitik).
  3. Arbeitgeber und Gewerkschaften, Bundesagentur für Arbeit und andere sollen eine Transfergesellschaft an Lahn und Dill mit dem Ziel gründen, den zu erwartenden Anstieg der Arbeitslosenzahlen gerade für kleinere Betriebe durch Qualifizierungsmaßnahmen abzufedern (Ebene Landkreis).

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