Lahn-Dill-Kreis stellt Antrag auf Zulassung als Optionskommune im Hessischen Sozialministerium

Der Lahn-Dill-Kreis sowie die Landkreise Groß-Gerau, Werra-Meißner und die Städte Darmstadt und Offenbach haben heute in Begleitung von Vertretern der Hessischen Kommunalen Spitzenverbände ihren Antrag auf Zulassung als Optionskommune in Wiesbaden an die Staatssekretärin im Sozialministerium, Petra Müller-Klepper, überreicht.

Nachdem in Hessen bereits 13 Optionskommunen eigenständig alle Aufgaben in der Grundsicherung für Arbeitsuchende wahrnehmen, können jetzt noch drei weitere Optionskommunen zum 01. Januar 2012 hinzukommen.

Der Lahn-Dill-Kreis dokumentiert mit der Antragstellung seine feste Absicht, im Rahmen des SGB II die Verantwortung für die Vermittlung und Betreuung von Langzeitarbeitslosen in kommunaler Trägerschaft zu übernehmen.

Dieser Entschluss wird von einer überragenden parlamentarischen Mehrheit im Kreistag des Lahn-Dill-Kreises getragen und wurde im Rahmen der Antragserstellung durch viele Aussagen lokaler Arbeitsmarktpartner und weiterer gesellschaftlicher Gruppen abgesichert. „Wir haben den politischen Gestaltungswillen und verfügen über die organisatorischen Voraussetzungen“, so die gemeinsame Position von Landrat Wolfgang Schuster und Sozialdezernent Günther Kaufmann-Ohl anlässlich der Übergabe des Antragswerks im Hessischen Sozialministerium in Wiesbaden.

In Trägerschaft des Kreises können kommunale Eingliederungsleistungen und Leistungen des Bundes noch besser verknüpft und Doppelstrukturen vermieden werden. Dies nutzt den Langzeitarbeitslosen und den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern im Lahn-Dill-Kreis, so Kaufmann-Ohl.

Die gute Vernetzung und die konstruktive Zusammenarbeit unterschiedlicher Institutionen beschreibt eine besondere Stärke des Lahn-Dill-Kreises – dieser Aspekt wurde anhand vieler Beispiele im Antragsband dokumentiert.

Der Kreistag und der Kreisausschuss des Lahn-Dill-Kreises haben durch aktuelle Beschlüsse bereits Haushaltsmittel und Personal in diesem Haushaltsjahr bereitgestellt, um unmittelbar den Übergang zur kommunalen Trägerschaft gestalten zu können. Nun hoffen Schuster und Kaufmann-Ohl auf eine positive und rasche Entscheidung im Hessischen Sozialministerium.

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