VdK-Kreisverband knackt die 10.000

Mitgliederzahl des Sozialverbands steigt

Wetzlar (hp). Der Vdk-Kreisverband Wetzlar hat einen neuen Mitgliederrekord erreicht: Die Kreisvorsitzende Roswitha Bork hat am Freitag mit Susanne Staudte aus Tiefenbach das 10 000. Mitglied begrüßt.

„Ich bin spontan beigetreten“, sagt Susanne Staudte, die mit der Ortsvorsitzenden in Biskirchen gut bekannt und von der guten Arbeit des VdK überzeugt ist.

Landrat Wolfgang Schuster (SPD) gratulierte dem Sozialverband zu dem Rekord: „Der VdK hat damit doppelt so viele Mitglieder wie alle Parteien in diesem Gebiet zusammen, was mich sehr freut, da ich mit dem VdK aufgewachsen bin.“ Schusters Onkel war Kreisvorsitzender im Dillkreis, sein Vater habe Vorstandsarbeit geleistet.

Viel für die Menschen bewegt

„Der Wandel vom Verband, der Hinterbliebenen und Kriegsbeschädigten zu ihrem Recht verhalf, zu einem Sozialverband, der eine Menge zum Wohl der Menschen bewegt, ist ein Stück deutsche Geschichte“, sagte Schuster. Der Grundtenor der Unterstützung der Schwachen und Hilfsbedürftigen sei geblieben, nur der Umfang um ein Vielfaches gestiegen. „Grund für die ständig steigende Mitgliederzahl ist die Verschärfung der Sozialgesetze, in deren Dschungel der VdK ein verlässlicher Ansprechpartner gegenüber Behörden und Institutionen ist, die in der Regel sparsam mit finanzieller Unterstützung umgehen.“ Qualifizierte Beratung einmal durch ehrenamtliche Mitarbeiter und zum anderen durch spezialisierte Fachanwälte, sei die Basis dafür.

Kreisvorsitzende Bork wertete das zehntausendste Mitglied als „deutlichen Beleg für unsere gute Arbeit und unsere tiefen Verwurzelung im Altkreis Wetzlar“. „Die Menschen vertrauen uns, weil wir im Großen wie im Kleinen ihre Interessen vertreten und sie mit ihren Sorgen und Nöten nicht alleine lassen.“ Die Rekordzahl mache deutlich, dass der VdK den Wandel vom Kriegsopferverband zum modernen Sozialverband erfolgreich gestaltet habe und für viele Menschen der wichtigste Ansprechpartner sei, wenn es um Rente, Behinderung, Pflege, Soziales und Gesundheit gehe.

„Die Mitglieder schätzen uns besonders wegen unserer Kompetenz in sozialrechtlichen Fragen“, so Bork. „Leider haftet uns noch immer das Siegel ‚das sind doch die mit de aale Leu’ an, wogegen wir mit Öffentlichkeitsarbeit etwas tun“, erklärte sie. So ist der VdK auch wieder beim Hessentag in Bensheim dabei.

Mittlerweile habe der Sozialverband 1,7 Millionen Mitglieder bundesweit, berichtete die Kreisvorsitzende. Darunter erfreulicherweise auch viele junge Leute, die von der Beratung und Lobby-Arbeit profitierten, sagte Bork.
„Wir sind alle zwei Monate zu Schulungen unterwegs, um immer auf dem neuesten Stand zu sein, denn ‚keine Ahnung’ gibt es bei uns nicht“, sagte die Vorsitzende und lobte die Tätigkeit ihres Teams, das für 49 Ortsverbände tätig ist und jeden Dienstag und Donnerstag in der Beratung zwischen 24 und 32 Klienten betreut.

Dill-Zeitung vom Montag, 16. Juni 2014, Seite 11

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