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Pressespiegel & Aktuelles - Archiv von Wolfgang Schuster

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Lahn-Dill-Kreis

197 Sportvereine erhalten Unterstützung für die Heizkosten

Lahn-Dill-Kreis gibt knapp 100.000 Euro als schnelle Hilfe weiter

Wetzlar/­Dillenburg/­Herborn (ldk): Große Sportanlagen mit Flutlicht, Vereinsheime mit Umkleidekabinen und Duschen: Die heimischen Sportvereine spüren aktuell besonders die deutlich steigenden Energiekosten. Und viele haben Angst, diese irgendwann nicht mehr zahlen zu können und Insolvenz anmelden zu müssen.

Aus diesem Grund hat der Lahn-Dill-Kreis bereits im frühen Herbst schnell reagiert und ein Förderprogramm für Sportvereine aufgelegt – den Heizkostenzuschuss. Dieser war zu diesem Zeitpunkt hessenweit eine einmalige Unterstützung. Bis Ende Oktober konnten die Sportvereine aus dem Lahn-Dill-Kreis, außer die in der Stadt Wetzlar, einen Antrag auf Unterstützung stellen. 197 Sportvereine, die Mitglied im Landessportbund Hessen sind, haben bereits oder werden noch die 500 Euro Einmalzahlung auf ihr Vereinskonto überwiesen bekommen. 98.500 Euro gibt der Lahn-Dill-Kreis insgesamt für den Heizkostenzuschuss aus.

40 Prozent der förderfähigen Vereine sind Fußballvereine, 23 Prozent betreiben Schießsport, 16 Prozent sind Tennisvereine und acht Prozent Turnvereine. Auch Vereine, die Tischtennis, Flugsport, Billard, Schach, Reitsport, Handball oder Volleyball anbieten, sind unter anderem unter den geförderten Vereinen zu finden.

1.500 bis 3.000 Euro im Schnitt geben diese Vereine in diesem Jahr geschätzt für ihre Heizkosten aus, insgesamt variiert die Spanne zwischen 180 Euro und bis zu 16.285 Euro. Insgesamt belaufen sich die Heizkosten aller geförderten Vereine in diesem Jahr auf rund 463.000 Euro.

Alle Vereine erwarten für das kommende Jahr eine weitere deutliche Steigerung der Heizkosten von bis zu knapp 40 Prozent. Die meisten, nämlich 51 Prozent, sind dabei abhängig von Gas. 35 Prozent heizen mit Öl, zehn Prozent elektrisch, drei Prozent haben eine Pellet-Heizanlage und ein Prozent kann mit Holz heizen.

 

Aus diesen Kommunen werden Sportvereine unterstützt:

  • Aßlar: 8 Sportvereine
  • Bischoffen: 6 Sportvereine
  • Braunfels: 12 Sportvereine
  • Breitscheid: 9 Sportvereine
  • Dietzhölztal: 4 Sportvereine
  • Dillenburg: 18 Sportvereine
  • Driedorf: 5 Sportvereine
  • Ehringshausen: 13 Sportvereine
  • Eschenburg: 13 Sportvereine
  • Greifenstein: 12 Sportvereine
  • Haiger: 25 Sportvereine
  • Herborn: 16 Sportvereine
  • Hohenahr: 5 Sportvereine
  • Hüttenberg: 7 Sportvereine
  • Lahnau: 5 Sportvereine
  • Leun: 4 Sportvereine
  • Mittenaar: 6 Sportvereine
  • Schöffengrund: 5 Sportvereine
  • Siegbach: 6 Sportvereine
  • Sinn: 6 Sportvereine
  • Solms: 8 Sportvereine
  • Waldsolms: 4 Sportvereine

 

Hintergrund zum Heizkostenzuschuss:

Sportvereine, die Mitglied im Landessportbund sind, waren förderberechtigt. Diese Voraussetzung war in den Förderrichtlinien festgeschrieben und auf der Internetseite des Lahn-Dill-Kreises neben dem Antragsformular öffentlich einsehbar. Bei Förderungen dieser Art ist es in Kommunen üblich, die Mitgliedschaft im Landessportbund als Voraussetzung zu wählen. Die heimischen Sportvereine waren zu Beginn des Herbstes, als sich eine drastische Steigerung der Energiepreise abzeichnete, auf den Lahn-Dill-Kreis zugekommen und baten um finanzielle Unterstützung, da viele befürchteten, sonst Insolvenz anmelden zu müssen. Der Kreis kam der Bitte nach und ergänzte die Richtlinien des Corona-Notfallfonds für Vereine um die Förderung von Heizkosten.

Sportvereine sind besonders von den hohen Energiekosten betroffen, da sie für ihren Trainings- und Wettkampfbetrieb mehrere Stunden pro Tag bis zu sieben Tage pro Woche ihre Vereinsheime und Sportstätten zur Verfügung stellen. Im Herbst und Winter müssen beispielsweise Flutlichtanlagen deutlich früher eingeschaltet werden, was aktuell deutliche Kostensteigerungen für die Vereine verursacht.

Ansprechpartner für Vereine:

Bei Rückfragen und Fragen zu weiteren Fördermöglichkeiten ist Tim Keßler, Leiter der Stabsstelle Sport, Kultur und Ehrenamt, erreichbar:

Telefon: 06441 407 1867
E-Mail:

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