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Pressespiegel & Aktuelles - Archiv von Wolfgang Schuster

Beachten Sie bitte, dass dieser Artikel vor 6691 Tagen veröffentlicht wurde.

Aktuelle Frage: Privatisierung

Roland Koch macht es vor: Sogar eine Uni-Klinik kann privatisiert werden. Warum verkaufen Sie die Lahn-Dill-Kliniken nicht an einen Investor? Der würde viele Euros in die leere Kreiskasse einzahlen und die Klinik auch noch modernisieren. Außerdem müssten sie nicht mehr im Kreistag darüber streiten, wie oft die Putzfrau im Krankenhaus die Wischlappen wechselt.

 

Antwort:
Die Unterordnung der öffentlichen Daseinsvorsorge unter privatwirtschaftliches Gewinnstreben lehne ich ab, auch auf die Gefahr hin, dass mir ab und zu ein schmutziger Wischlappen um die Ohren fliegt.

Geschäftsführer und Vorstände von Aktiengesellschaften sind ihren Aktionären verpflichtet und die wollen Rendite sehen.

Öffentliche Daseinsvorsorge muss den flächendeckenden, gleichberechtigten und bezahlbaren Zugang zu lebenswichtigen Dienstleistungen in ausreichender Qualität gewährleisten.

Dies gilt für die Wasser- und Abwasserwirtschaft, die Abfallbeseitigung, die Energieversorgung und die öffentlichen Sparkassen, ganz besonders aber für die Krankenhäuser.
Entscheidend ist, dass die Dienstleistungen, die das Gemeinwohl betreffen, effizient und kostengünstig erbracht werden. Die öffentliche Kontrolle durch ein gewähltes Parlament muss gesichert sein.

Unsere Lahn-Dill-Kliniken haben durch ihr hochqualifiziertes und hochmotiviertes Personal bewiesen, dass sie für gegenwärtige und zukünftige Anforderungen gerüstet sind.
Für eine Privatisierung sehe ich keinen Anlass.

Wolfgang Schuster

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