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Aufsichtsratsvorsitzender Hofmann sieht Kliniken im Aufwind

Landrat Wolfgang Schuster (SPD) sprach sich beim Neujahrsempfang der Lahn-Dill-Kliniken in Wetzlar dafür aus, die kommunale Trägerschaft auch in Zukunft beizubehalten (Foto: hp)

Quelle: Gießener Allgemeine 2008 - www.giessener-allgemeine.de
Wetzlar. Aufsichtsratsvorsitzender Hofmann sieht Kliniken im Aufwind. Deutlich positiv blickte der erste Kreisbeigeordnete Wolfgang Hofmann (FWG), Vorsitzender des Aufsichtsrates, am Dienstagabend beim Neujahrsempfang der Lahn-Dill-Kliniken in Wetzlar in die Zukunft.

Wetzlar (hp). Deutlich positiv blickte der erste Kreisbeigeordnete Wolfgang Hofmann (FWG), Vorsitzender des Aufsichtsrates, am Dienstagabend beim Neujahrsempfang der Lahn-Dill-Kliniken in Wetzlar in die Zukunft. »Trotz zunehmender Verschlechterung der finanziellen Rahmenbedingungen, weiterer Verkürzung und stärkerer Konkurrenz der Kliniken und Krankenhäuser untereinander, darf uns vor diesem und den nächsten Jahren nicht bange werden: Wir als Lahn-Dill-Kliniken GmbH haben gute Zukunftschancen«, sagte Hofmann.

Geschäftsführer Richard Kreutzer hieß zu dem Empfang auch Regierungspräsident Wilfried Schmied und Landrat Wolfgang Schuster (SPD), den Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung der Klinken, willkommen. Hofmann warf einen Blick in die Zukunft der drei Standorte in Wetzlar, Dillenburg und Braunfels, die auf generellen Veränderungen in den sechs Jahren nach der Fusion basiert. »Die Krankenhäuser wandeln sich rasant von der Bewältigung grundlegender Aufgaben im Gesundheitswesen zu Dienstleistungsbetrieben, die sich immer neuen Anforderungen und Ansprüchen der Bürger und Vertragspartner stellen müssen.« Wirtschaftlichkeit, Qualität und Serviceorientierung seien für die Zukunftsfähigkeit entscheidend, um im Wettbewerb zu bestehen. Vor diesem Hintergrund werde 2008 ein spannendes Jahr mit vielen Herausforderungen.

Wesentlicher Schwerpunkt werde die Umsetzung der medizinischen Zielplanung sein, die im März verabschiedet wird. »Nicht alles wird umgesetzt werden können, doch wir sind auf gutem Wege, die Ziele der Lahn-Dill-Kliniken mit hochwertiger Medizin in vertrauter Umgebung zu erreichen«, ist Hofmann sicher, in kommunaler Trägerschaft weiter gut zu bestehen. Gründe dafür seien unter anderem die Gründung des Mittelhessischen Darmzentrums in Wetzlar und Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft, Arbeitsplatzsicherung durch solide Finanzpolitik, der Bau des Ärztehauses am Roteberg und die Inbetriebnahme des zweiten Linksherzkathetermessplatzes, die Facharztpraxis im Braunfelser Falkeneck. »Unsere weiteren Ziele sind die weitere Abstimmung des medizinischen Leistungsspektrums, die Integration in ein regionales Gesundheitsnetzwerk als Gegenpol zur Uniklinik Gießen, die Positionierung der Lahn-Dill-Kliniken in der Region Mittelhessen, weitere wirtschaftlich stabile Zukunftsorientierung und die Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements«, sagte Hofmann.

»Wir halten an der öffentlichen Trägerschaft fest, weil wir den Wählern verpflichtet sind und keinen Aktionären, die ihr Kapital gut verzinst zurück wollen«, so Wolfgang Schuster. »Wir stehen in der Verantwortung für Patienten und Personal und tun als gutes Team alles, damit die Patienten uns weiter empfehlen können.«

Dass die Lahn-Dill-Kliniken ein großer Wirtschaftsfaktor in der Region sind, konnte Richard Kreutzer darstellen. »Wir sind das größte Kreiskrankenhaus aller kommunalen Häuser in Hessen und stehen insgesamt an siebter Stelle.« Steigende Fallzahlen und Erlöse, 2046 Arbeitsplätze und weitere vom Bäcker bis zum Taxifahrer in der Region, 136 Auszubildende, 13 Millionen Steuern, ein Einkaufsvolumen von sieben Millionen und Investitionen in Höhe von 14 Millionen, die in das heimische Handwerk fließen, sprechen eine deutliche Sprache. »Ich warne allerdings vor immer weiterer Rationalisierung, die von den Mitarbeitern getragen werden muss«, so Kreutzer. Irgendwann sei die Grenze des Machbaren erreicht. Gespannt blickte er auf die Tarifverhandlungen. »Die Mitarbeiter haben eindeutig eine Erhöhung verdient, doch fünf Prozent machen es schwierig, einen ausgeglichenen Haushalt zu halten.« Hier seien verantwortliche Politiker gefragt, vernünftige Rahmenbedingungen zu schaffen.

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