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Pressespiegel & Aktuelles - Archiv von Wolfgang Schuster

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"Campus der Medizin" wächst

Medi-Center am Wetzlarer Klinikum eröffnet

Wetzlar. "Mit der Eröffnung des Medi-Centers sind wir unserem Ziel, am Wetzlarer Klinikum einen 'Campus der Medizin' aufzubauen, einen großen Schritt näher gekommen." Das hat Richard Kreutzer, Geschäftsführer der Lahn-Dill-Kliniken, am Montagnachmittag im Festzelt auf dem 10. Deck des Parkhauses vor rund 80 Gästen gesagt.

Neben den Vertretern aus den Aufsichtsgremien der Klinik-Gesellschaft waren auch zahlreiche Gäste aus Politik, Gesundheitswesen und Wirtschaft gekommen. "Nach nur rund 18 Monaten Bauzeit - und damit deutlich früher als geplant - können wir heute gemeinsam mit unseren Partnern, ein multifunktionales Gebäude eröffnen und damit den Patienten ein umfangreiches ambulantes Angebot der medizinischen Versorgung machen", so Kreutzer. Er sprach in diesem Zusammenhang "von einer engen Vernetzung mit den medizinischen Fachbereichen im benachbarten Ärztehaus".

Schon heute würden am Standort Wetzlar jährlich rund 50 000 Patienten stationär oder ambulant betreut. "Wenn wir den Menschen in der heimischen Region modernste Medizin in vertrauter Umgebung zusagen, dann müssen wir auch entsprechend ausgerüstet sein", so Kreutzer. Und dazu gehöre auch eine entsprechende Infrastruktur - wie die Neugestaltung des Eingangsbereiches im Klinikum oder das großflächige Angebot an Parkmöglichkeiten. Durch das neue Parkhaus mit seinen elf Parkdecks stünden heute über 1200 Parkplätze zur Verfügung. Lob gab für das Bauunternehmen Johann Bunte aus Papenburg und die mittelständischen Unternehmen der heimischen Region. Sie hätten unter oft schwierigen Witterungsbedingungen "einen guten Job" gemacht - und dabei sowohl den Kostenrahmen von zehn Millionen Euro als auch den Zeitplan eingehalten.

255 000 Kreisbewohner werden von 171 Hausärzten versorgt

Das neue vierstöckige Gebäude wurde auf einer Grundfläche von rund 1100 Quadratmetern errichtet und bietet auf seinen vier Etagen 3300 Quadratmeter Nettonutzfläche, die alle an Dienstleister aus dem medizinischen Bereich belegt sind. Neben einer Augenarztpraxis sind im Erdgeschoss ein Haarstudio und ein Unternehmen mit dem Schwerpunkt Orthopädie-technik und Pflegehilfsmittel untergebracht. Das "Rehabilitationszentrum kerngesund", eine neue Tochtergesellschaft der Lahn-Dill-Kliniken, bietet im ersten Stock ein ganzheitlich ausgerichtetes Leistungsspektrum an ambulanter medizinischer Rehabilitation an. Die "Praxisklinik Mittelhessen" unter ärztlicher Leitung von Gerrit Bonacker belegt die über 900 Quadratmeter im zweiten Stock. Während im dritten Obergeschoss das "Zentrum für Osteopathie" zu finden ist, wird im Juli hier auch die onkologische Ambulanz des Wetzlarer Klinikums einziehen.

"Wir mussten diese Investition tätigen, um unseren Bürgern in der Lahn-Dill-Region ein breitgefächertes Spektrum an medizinischen Angeboten machen zu können", betonte Landrat Wolfgang Schuster (SPD), der als Vorsitzender des Aufsichtsrates den Bau des Medi-Centers als "optimale Verzahnung von ambulanter und medizinischer Versorgung" bezeichnete. "Als Schwerpunkt-Krankenhaus müssen wir auch in die Zukunft planen. Wir wissen, dass die Zahl der älteren Menschen rasant steigt und damit auch die Intensität der medizinischen Versorgung. Schon heute werden in den Lahn-Dill-Kliniken über 40 000 Patienten stationär behandelt, davon haben über 60 Prozent das 70. Lebensjahr überschritten", sagte der Landrat. Gleichzeitig gehe die Zahl der Hausärzte zurück.

Derzeit werden die 255 000 Bewohner des Lahn-Dill-Kreises von 171 Hausärzten versorgt, in zehn Jahren werde sich die Zahl der Mediziner auf unter 100 reduzieren - und Ersatz sei nur schwer zu finden.

Klaus Lotz (Geschäftsführer der ORS GmbH) dankte den Lahn-Dill-Kliniken im Namen aller Mieter für den Bau des Medi-Centers, den er als eine zukunftsweisende Investition bezeichnete.

Zum Abschuss waren alle Gäste zur Besichtigung des "Centers" eingeladen. Doch zuvor mussten die Besucher und Hausherren zur Schere greifen und das traditionelle "rote Band" zerschneiden.

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