Pressespiegel & Aktuelles

Pressespiegel & Aktuelles - Archiv von Wolfgang Schuster

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Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar

Immer mehr Menschen arbeiten

  • Arbeitslosenquote sinkt im April auf 4,8 Prozent
  • Zum Vorjahresvergleich gab es im Agenturbezirk 669 Arbeitslose weniger
  • LDK: 44 Arbeitslose mehr als im Vormonat, 299 weniger als vor einem Jahr
  • LM-WEL: 374 Arbeitslose weniger als im März, 370 weniger als im Vorjahr
  • Beschäftigungsaufbau geht auch im dritten Quartal 2017 weiter: 3.000 Arbeitsplätze mehr

Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im April 2018 insgesamt 10.928 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 4,8 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im März lag die Zahl der Arbeitslosen bei 11.258, die Arbeitslosenquote betrug 4,9 Prozent. Vor einem Jahr waren 11.597 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung - die Quote lag seinerzeit bei 5,1 Prozent.

Von den insgesamt 10.928 arbeitslosen Personen waren 3.254 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 2.473 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 5.201 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.

Betrachtet man den gesamten Agenturbezirk, hat sich der Frühjahrsaufschwung auf dem Arbeitsmarkt im April weiter fortgesetzt“, berichtete der stellvertretende Leiter der Arbeitsagentur LimburgWetzlar, Michael Beck, bei Vorlage der Arbeitsmarktbilanz für den abgelaufenen Monat. Während die Arbeitslosigkeit im Lahn-Dill-Kreis bereits im März kräftig zurückgegangen war, setzte sich der Trend im April rund um Wetzlar und Dillenburg nicht fort. Es sei vielmehr ein minimaler Anstieg von 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat zu verzeichnen gewesen, sagte der Geschäftsführer. Dieser habe sich bei den Personenkreisen der Ausländer, Frauen und über 50jährigen abgebildet. Im Vorjahresvergleich sei die Arbeitslosigkeit hingegen bei allen Personengruppen -mit Ausnahme der Ausländer- gesunken.

Im Landkreis Limburg-Weilburg sei die Arbeitslosigkeit im April sowohl gegenüber dem Vormonat, als auch dem Vorjahresmonat deutlich zurückgegangen. Profitiert hätten dabei alle Personenkreise, so Beck weiter. In besonderer Weise sei die Jugendarbeitslosigkeit rund um Limburg und Weilburg gesunken. Bei den unter 25jährigen habe die Arbeitslosigkeit innerhalb eines Jahres um ein Viertel abgenommen.

Insgesamt zeigte sich Beck mit der Arbeitsmarktentwicklung im April zufrieden. Maßgeblich für die günstige Entwicklung sei eine stabile Konjunktur mit einem nach wie vor hohen Arbeitskräftebedarf, der weiterhin zu einer Steigerung der Beschäftigung geführt habe. „Aktuell liegen uns die Beschäftigungsdaten vom 30. September 2017 vor. Im Gesamtbezirk hat die Beschäftigung innerhalb eines Jahres um gut zwei Prozent zugenommen, das sind 3.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mehr“, berichtete der Geschäftsführer abschließend.

Kreis Limburg-Weilburg:

Die Arbeitslosenquote lag im April im Kreis Limburg-Weilburg bei 4,2 Prozent und somit um 0,4 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat und im Vorjahresmonat. In absoluten Zahlen: 3.822 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 374 weniger als im März (-8,9 Prozent) und 370 weniger als vor einem Jahr (-8,8 Prozent).

Im Jahresdurchschnitt 2017 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 4,5 Prozent. 4.097 Personen waren 2017 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 35,3 Prozent (1.349 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 338 Personen (-20,0 Prozent) sowie im Vergleich zum Vorjahr um 132 Arbeitslose (-8,9 Prozent) gesunken.

64,7 Prozent (2.473 Personen) aller gemeldeten Arbeitslosen waren im April beim Jobcenter Limburg-Weilburg gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 36 Arbeitslose (-1,4 Prozent). Gegenüber April 2017 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 8,8 Prozent (238 Personen) reduziert.

Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ‚Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig.

Im Schnitt des Jahres 2017 waren bei der Arbeitsagentur 1.508 Arbeitslose und beim Jobcenter 2.589 Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der arbeitslosen Männer ist im letzten Monat um 300 Betroffene (-12,2 Prozent) auf 2.166 Arbeitslose zurückgegangen. Bei den Frauen sank die Arbeitslosenzahl im gleichen Zeitraum um 74 Personen auf 1.656 Betroffene (-4,3 Prozent) an. Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 102 Arbeitslose (-4,5 Prozent), bei den Frauen um 288 Arbeitslose (-13,9 Prozent) ab.

2017 waren jahresdurchschnittlich 2.264 Männer und 1.833 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im April um 16,6 Prozent oder 63 Arbeitslose zurückgegangen. Aktuell sind 316 Arbeitslose jünger als 25 Jahre – 103 weniger, als vor einem Jahr (-24,6 Prozent).

Im Durchschnitt des Jahres 2017 waren 412 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den älteren Arbeitslosen (50+) hat sich die Zahl im aktuellen Monat um 91 Betroffene -7,2 Prozent) auf 1.175 Arbeitslose gemindert. Sie liegt damit um 104 Personen oder 8,1 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Im Jahresdurchschnitt 2017 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.248 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im April im Kreis Limburg-Weilburg bei 311 Personen und damit um 14 Personen oder 4,3 Prozent unter dem März-Wert. Gegenüber April 2017 war ein Rückgang um 41 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (-11,6 Prozent).

Im Jahr 2017 waren jahresdurchschnittlich 342 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Landkreis 1.156 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 183 arbeitslose Ausländer weniger als im März (-13,7 Prozent), jedoch 16 mehr (+1,4 Prozent) als vor Jahresfrist.

Im Durchschnitt des Jahres 2017 waren 1.133 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im April 2018 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen den Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter 448 Vermittlungsaufträge. Dies waren 17 Stellen mehr als im April letzten Jahres (+3,9 Prozent).

2017 wurden insgesamt 5.206 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung: Aktuell liegen die Daten des dritten Quartals 2017 vor. Zum 30. September 2017 gab es im Kreis Limburg-Weilburg 53.466 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Dies waren 1.093 Beschäftigte mehr als im dritten Quartal 2016. Der Veränderungswert lag bei 2,1 Prozent. Hessenweit nahm die Beschäftigung im gleichen Zeitraum um 2,6 Prozent zu.

Die höchsten Arbeitsplatzzuwächse kann das Baugewerbe verzeichnen. 422 zusätzliche Arbeitsplätze bedeuten im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Anstieg von 8,3 Prozent der Beschäftigten dieser Branche. Weitere deutliche Beschäftigungsgewinne verbuchten vor allem der Verkehr und die Lagerei (278 / 15,7 Prozent) und die Heime und das Sozialwesen (245 / 7,8 Prozent).

Arbeitsplatzverluste weisen hingegen folgende Wirtschaftszweige aus: die Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (-197 / -13,9 Prozent), die Energiewirtschaft (-145 / -14,3 Prozent) sowie die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (-128 / -6,5 Prozent).

Ausbildungsmarkt: Von Oktober 2017 bis April 2018 meldeten sich im Landkreis Limburg-Weilburg 1.374 Ausbildungssuchende. Dies waren 21 oder 1,5 Prozent weniger, als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 709 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 626).

Demgegenüber meldeten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.054 freie Ausbildungsstellen. Dies sind 107 Stellen bzw. 11,3 Prozent mehr, als vor einem Jahr. 624 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende April 2017 waren noch 495 Ausbildungsstellen frei.

Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 0,77 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 0,68 Stellen.

Lahn-Dill-Kreis:

Im Lahn-Dill-Kreis lag die Arbeitslosenquote im April bei 5,2 Prozent und somit um 0,1 Prozent höher als im Vormonat. Im April 2017 betrug die Quote 5,4 Prozent. In absoluten Zahlen: 7.106 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 44 mehr als im März (+0,6 Prozent) und 299 weniger als vor einem Jahr (-4,0 Prozent).

Im Jahresdurchschnitt 2017 betrug die Arbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis 5,4 Prozent. 7.379 Personen waren 2017 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 26,8 Prozent (1.905 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 67 Personen (-3,4 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 45 Arbeitslose (-2,3 Prozent) gesunken.

73,2 Prozent (5.201 Personen) aller Arbeitslosen waren im April beim kommunalen Jobcenter LahnDill gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Anstieg von 111 Arbeitslosen (+2,2 Prozent). Gegenüber April 2017 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 254 Personen reduziert (-4,7 Prozent).

Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ‚Hartz IV') angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig.

Im Schnitt des Jahres 2017 waren bei der Arbeitsagentur 2.009 Arbeitslose und beim Jobcenter 5.370 Arbeitslose gemeldet.

Die Anzahl arbeitsloser Männer sank im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dem Vormonat um 52 auf 3.865 Arbeitslose (-1,3 Prozent). Die Zahl arbeitsloser Frauen erhöhte sich im gleichen Zeitraum hingegen um 96 Personen auf 3.241 Betroffene (+3,1 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 155 Arbeitslose (-3,9 Prozent) ab, bei den Frauen sank sie um 144 Arbeitslose (-4,3 Prozent). . 2017 waren jahresdurchschnittlich 4.001 Männer und 3.378 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat um 61 Personen oder 8,7 Prozent gesunken. Im Vergleich zum April 2017 hat sie sich um 67 Personen (-9,4 Prozent) vermindert. Aktuell sind 643 Jugendliche unter 25 Jahren als Arbeitslose gemeldet.

Im Durchschnitt des Jahres 2017 waren 759 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den 50jährigen und älteren lag die Zahl der Arbeitslosen im abgelaufenen Monat bei 2.444 Personen und nahm damit im Vergleich zum Vormonat um 44 Personen (+1,8 Prozent) zu. Gegenüber April letzten Jahres ist bei diesem Personenkreis ein Rückgang um 87 ältere Arbeitslosen (-3,4 Prozent) festzustellen.

Im Jahresdurchschnitt 2017 waren bei den Arbeitsagenturen in Wetzlar und Dillenburg sowie beim kommunalen Jobcenter des Lahn-Dill 2.494 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im April im Lahn-Dill-Kreis bei 742 Personen und damit um 21 Betroffene oder 2,9 Prozent über dem Wert des Vormonats. Im Vergleich zum April 2017 war ein Rückgang von 96 arbeitslosen Schwerbehinderten zu verzeichnen (-11,5 Prozent).

Im Jahr 2017 waren jahresdurchschnittlich 793 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Lahn-Dill-Kreis 2.303 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 91 arbeitslose Ausländer mehr als im März (+4,1 Prozent) sowie 162 mehr (+7,6 Prozent) als im April 2017.

Im Durchschnitt des Jahres 2017 waren 2.181 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Der Zugang gemeldeter Arbeitsstellen lag in diesem Monat unter dem Vorjahresniveau. 646 Vermittlungsaufträge bedeuten ein Minus von 39 Stellen oder 5,7 Prozent gegenüber April 2018.

2017 wurden insgesamt 7.274 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung: Aktuell liegen die Daten des dritten Quartals 2017 vor. Zum 30. September 2017 gab es im LahnDill-Kreis 93.941 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Dies waren 1.988 Beschäftigte mehr als im dritten Quartal 2016. Der Veränderungswert lag bei 2,2 Prozent. Hessenweit nahm die Beschäftigung im gleichen Zeitraum um 2,6 Prozent zu.

Die höchsten Arbeitsplatzzuwächse kann der Handel verzeichnen. 672 zusätzliche Arbeitsplätze bedeuten im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Anstieg von 5,5 Prozent der Beschäftigten dieser Branche. Weitere deutliche Beschäftigungsgewinne verbuchten vor allem der Bereich Erziehung und Unterricht (454 / 27,3 Prozent) und die Heime und das Sozialwesen (354 / 5,4 Prozent).

Arbeitsplatzverluste weisen hingegen folgende Wirtschaftszweige aus: Sonstige Dienstleistungen incl. privater Haushalte (-502 / -15,4 Prozent), die Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (-77 / -3,8 Prozent) sowie die Energiewirtschaft (-24 / -2,3 Prozent).

Ausbildungsmarkt: Von Oktober 2017 bis April 2018 meldeten sich im Lahn-Dill-Kreis 1.500 Ausbildungssuchende. Dies waren 93 oder 5,8 Prozent weniger als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 662 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 714).

Demgegenüber meldeten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.527 freie Ausbildungsstellen. Dies sind 194 Stellen bzw. 14,6 Prozent mehr, als vor einem Jahr. 795 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende April 2017 waren noch 631 Ausbildungsstellen frei.

Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 1,02 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 0,84 Stellen.

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