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Pressespiegel & Aktuelles - Archiv von Wolfgang Schuster

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Gefäßzentrum Wetzlar zertifiziert

Externe Fachgesellschaften bestätigen hohen Qualitätsstandard

Wetzlar (wv). Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie, Gefäßmedizin sowie die Deutsche Röntgengesellschaft haben dem interdisziplinären Gefäßzentrum des Klinikums Wetzlar mit ihrer Zertifizierung einen sehr hohen Qualitätsstandard bestätigt.

In Deutschland gibt es nur rund 100 Kliniken, die die höchste zertifizierte Versorgungsstufe für die Behandlung gefäßkranker Patienten erreicht haben. Sieben sind in Hessen angesiedelt.

Der Zertifizierung war eine umfangreiche Prüfung durch Mitarbeiter der Fachgesellschaften voraus gegangen. Dafür hatte das Klinikum 22 Kriteriengruppen zu erfüllen. Im Mittelpunkt standen Qualitätsgesichtspunkte wie Gefäßsprechstunde, Rund-um-die-Uhr-Versorgung durch Fachärzte, Expertise durch hohe Fallzahlen sowie funktionierende interdisziplinäre Zusammenarbeit in Form einer Gefäßkonferenz.

Hochwertige Versorgung in vertrauter Umgebung anbieten

In einer Feierstunde dankte der Geschäftsführer der Lahn-Dill-Kliniken, Richard Kreutzer, dem Personal für das Engagement. Mit dieser Zertifizierung sei ein weiterer Meilenstein für den Ausbau des Wetzlarer Klinikums zum anerkannten Schwerpunktkrankenhaus geschafft. Dem Anspruch, den Menschen der Region eine „hochwertige Versorgung in vertrauter Umgebung“ anzubieten, sei man ein gutes Stück näher gekommen.

Das Gefäßzentrum Wetzlar ist ein Zusammenschluss verschiedener Fachdisziplinen des Klinikums, wie den Kliniken für Gefäßchirurgie und Innere Medizin/Kardiologie sowie dem Wetzlarer Gefäßspezialisten Dr. Elmar Friemann. Die Leitung hat Professor Klaus Rauber, Chefarzt der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie.

Das Zentrum wurde mit dem Ziel aufgebaut, Menschen, die an einer Gefäßerkrankung leiden, eine individuelle Versorgung auf höchstem Niveau anzubieten. Ein wesentlicher Bestandteil des Zentrums ist die wöchentlich stattfindende Gefäßkonferenz, in der alle relevanten Fachbereiche zusammentreffen.

Im vergangenen Jahr wurden im Wetzlarer Klinikum rund 3000 Patienten mit Gefäßerkrankungen behandelt. Herz- und Gefäßerkrankungen zählen in Deutschland zu den Volkskrankheiten, an deren Folgen jährlich über 300 000 Menschen sterben.

„Häufig leiden die Patienten an mehreren unterschiedlichen Erkrankungen, so dass bei der Behandlung eine breit aufgestellte Abstimmung der medizinischen Bereiche notwendig ist“, so Chefarzt Rauber, als er in seinem Vortrag die Notwendigkeit eines solchen fachübergreifenden Zentrums betonte.

Erkrankungen der Gefäßsysteme sind chronisch, also nicht heilbar. Sie erfordern eine lebenslange Therapie. Durch die steigende Lebenserwartung und den immer größeren Anteil an älteren Menschen, sei die jährlich steigende Zunahme von Krankheiten an Venen und Arterien vorhersehbar.

Bereits heute leiden sechs Millionen Menschen an einer arteriellen Verschlusskrankheit aufgrund einer Gefäßverkalkung. „Dieser Personenkreis zählt zu den Risikopatienten wenn es darum geht, an einem Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erkranken“, so der Mediziner.

Rauber, der die Verkalkung der Arterien als eine Wohlstandskrankheit bezeichnete, nannte neben Risikofaktoren: Übergewicht, Bluthochdruck und Diabestes, Rauchen und Fettstoffstörung. „Wenn Sie ihren Arterien etwas Gutes tun wollen, stellen Sie Ihre Ernährung um, treiben Sie mehr Sport und stellen Sie das Rauchen ein“, empfahl der Chefarzt den Mitbürgern.

Lob gab es auch von Wolfgang Schuster, Landrat und Vorsitzender des Aufsichtsgremiums der Klinikgesellschaft. „Dies ist ein guter Tag für die Lahn-Dill-Kliniken und die Menschen in der heimischen Region. Sie profitieren von dieser wohnortnahen Einrichtung durch eine qualitativ hochwertige Versorgung bei Gefäßerkrankungen.“

Wetzlarer Neue Zeitung vom Samstag, 19. Oktober 2013, Seite 19

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