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Gemeinsame und solidarische Anstrengungen zum Breitbandausbau in den nächsten zwei Jahren erforderlich

Presseinformation

Dillenburg/Wetzlar, 22.10.2013

„Wenn es gelingen soll, innerhalb von zwei Jahren unsere Heimat zukunftsfähig zu machen, dann bedarf es jetzt gemeinsamer, solidarischer Anstrengungen. Es darf niemanden gelingen die Region auseinander zu definieren. Nur in einer gemeinsamen Kraftanstrengung wird es möglich sein, im genannten Zeitraum dieses Projekt zu stemmen“, so die übereinstimmende Auffassung der Steuerungsgruppe der Lahn-Dill-Breitband-Initiative“.

Vor rund zwei Jahren hatten Vertreter der Deutschen Telekom in einer Dienstversammlung der Lahn-Dill-Bürgermeister unmissverständlich erklärt dass das Unternehmen unter keinen Umständen den Breitbandausbau im Lahn-Dill-Kreis plane. Bestätigt wurde dies nach einem europaweiten Interessenbekundungsverfahren, dass ein Ausbau im Lahn-Dill-Kreis in den nächsten 36 Monaten nicht geplant sei. Sollte jemand Interesse haben, dann gehe der Ausbau nur über kommunale Zuschüsse – für das komplette Kreisgebiet rund 28 Millionen Euro.

Das war der Start der Lahn-Dill-Breitband-Initiative. Unterstützt von der Landesregierung machte sich der Kreis gemeinsam mit 21 der 23 Kommunen und der Wirtschaft auf den Weg, ein eigenes kommunales Glasfasernetz zu planen und zu bauen, um nicht von den Ballungsgebieten komplett abgehängt zu werden. Dies war dann nicht nur Thema im Lahn-Dill-Kreis, sondern auch in Marburg-Biedenkopf und in vielen anderen Kreisen in Hessen.

Am Sitz der Telekom in Bonn sorgte dies für mächtig Unruhe. Vor rund 10 Monaten änderte die Telekom ihre Strategie, vor allem in Hessen, und stellte ein paar Milliarden zum Ausbau des ländlichen Raumes bereit. Im Lahn-Dill-Kreis konnten sich plötzlich acht Kommunen freuen, in Teilbereichen von der Deutschen Telekom ausgebaut zu werden. 17.500 von rund 112.000 Haushalten und Gewerbeeinheiten sollen es sein. Das sind aber nur etwas über 15 Prozent. In den jüngsten Pressemeldungen wird es als Durchbruch bezeichnet, wenn beispielsweise in einer Gemeinde von 4.000 Haushalten nun 2.000 versorgt werden.

Und wer kümmert sich um den Rest? Wer versorgt die Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbetreibenden, die sich nicht im Ausbaugebiet der Telekom befinden?

Landrat Wolfgang Schuster, Bürgermeister i.R. Hermann Steubing (Mittenaar) und Burghard Loewe (IHK Lahn-Dill) wörtlich: „Die Lahn-Dill-Breitband-Initiative wird sich von dieser „Rosinenpickerei“ nicht irritieren lassen. Sie wird die digitale Spaltung quer durch die Kommunen nicht akzeptieren und den Vollausbau des gesamten Kreisgebiets bis 2016 gewährleisten. Unabdingbare Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Parlamente des Kreises und der Städte und Gemeinden zügig dafür in den nächsten Wochen bis zum Jahresende entsprechende zustimmende Beschlüsse fassen. Die Verbesserung der Breitbandinfrastruktur ist lebenswichtig für unseren Kreis. Es darf kein einziger Arbeitsplatz riskiert werden und niemand der hier leben und arbeiten möchte darf einen Bogen um den Lahn-Dill-Kreis machen, weil kein schnelles Internet vorhanden ist.“

Das Konzept der Breitband-Initiative wurde in der letzten Bürgermeisterdienstversammlung einhellig begrüßt und nach einem zustimmenden Beschluss im Kreistag wird die europaweite Ausschreibung gestartet. Auch erst dann wird es möglich sein, belastbare Zahlen zu kommunizieren.

Wenn Anfang 2014 die entsprechenden Vereinbarungen zwischen dem Kreis und den Kommunen beschlossen sind und der Auftrag für den Vollausbau vergeben wurde, können die Bagger rollen.
Im Nachbarkreis Marburg-Biedenkopf hat sich das Konzept bewährt und wird zur Zeit zügig umgesetzt. Das können wir auch.


Rückfragen:
Bürgermeister i.R. Steubing, Tel. 0151 67633637

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