„Hektor“ trotzt der Bullenhitze

Festochse und Schirmherr gehen voran

VON MARTIN LUGAUER

Wetzlar. Was hat der „Hektor“ für eine Top-Kondition: Trotz der Bullenhitze mit weit über 30 Grad führte er am Sonntagnachmittag den Ochsenfestzug souverän an. Der Prachtkerl, 1000 Kilogramm schwer, bot den vielen Tausend Zuschauern entlang des Zugwegs einen tollen Anblick.

Immer war der Festochse unbeirrbar im Vorwärtsgang und ließ sich kaum bremsen von seinen Besitzern Steffen Bietz und dessen Sohn Florian. Manchmal half die Polizei aus, die langsam voraus fuhr.
Und noch einer marschierte voran – ein Novum in der Geschichte des Ochsenfestumzugs: der Schirmherr, Landrat Wolfgang Schuster im Hessenkittel. Er sorgte dafür, dass „Hektor“ immer genug Wasser zum Saufen bekam, und genoss sichtlich dieses auch für einen Landrat so außergewöhnliche Erlebnis Ochsenfestumzug.

Zu dem Spektakel gehören Brauchtum, Traktoren und Blasmusik

Überhaupt bot diese Veranstaltung jede Menge Attraktionen, sei es die Musik der Kapellen, der Sound der alten Traktoren, die Darbietung alten Brauchtums, der Anblick der Pferde oder die gute Stimmung auf den Wagen, mit denen Vereine, Organisationen und Burschenschaften ihre Verbundenheit mit dem Ochsenfest zeigten.

Nach fast dreistündigem Spektakel, an dem sich generationsübergreifend Jung und Alt beteiligten, konnte Zugmarschall Klaus Scharmann vom Landwirtschaftlichen Verein als Veranstalter zufrieden vermelden: „Es hat alles geklappt, der Zuspruch der Passanten war enorm, die Stimmung bestens und das Wetter auch.“

Ähnlich positiv fiel auch die Rückmeldung der Wetzlarer Polizei aus. „Der Zug verlief problemlos und ohne Zwischenfall.“ Die Absperrmaßnahmen hätten reibungslos funktioniert, natürlich mit der Konsequenz, dass es zeitweise in der Innenstadt zu Verkehrsbehinderungen kam. Bis 16 Uhr hatten sich die aber aufgelöst. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Festochse „Hektor“ schon auf der Heimreise, zurück zu seinen saftig-friedlichen Weiden von Grünberg-Harbach.

Wetzlarer Neue Zeitung vom Montag, 7. Juli 2014, Seite 9

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