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Pressespiegel & Aktuelles - Archiv von Wolfgang Schuster

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Hessen fördert Modernisierung

KLINIKUM WETZLAR Minister Grüttner bewilligt fünf Millionen für das Bettenhaus

Wetzlar. Über ein schönes Weihnachtsgeschenk aus der Landeshauptstadt Wiesbaden durften sich am Donnerstag die Verantwortlichen für das Wetzlarer Klinikum freuen. Hessen Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) war zu Gast und im Gepäck hatte er einen Bewilligungsbescheid über fünf Millionen Euro.

Die Fördermittel des Landes Hessen sind für die weitere Modernisierung des achtstöckigen Bettenhauses bestimmt. Nachdem die Arbeiten im Bereich "Nord" weitgehend abgeschlossen sind, werden jetzt die Obergeschosse drei bis sieben im Bereich "Süd" in Angriff genommen. Die Kosten für die Maßnahme sind mit rund 9,5 Millionen Euro veranschlagt, sodass die Lahn-Dill-Kliniken die restlichen 4,5 Millionen Euro aus Eigenmitteln aufbringen müssen.

Dringend notwendige Sanierung, die der Region zugutekommt

Im Beisein von Landrat Wolfgang Schuster (SPD) und Sozialdezernent Günther Kaufmann-Ohl (Bündnis 90/Die Grünen), den Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung und des Aufsichtrats der Lahn-Dill-Kliniken, und leitenden Mitarbeitern überreichte der Gast aus Wiesbaden den Bescheid an Geschäftsführer Richard Kreutzer.

Zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Hans-Jürgen Irmer (CDU) informierte sich der Minister über den aktuellen Stand der Baumaßnahmen. Auch der neue Klinikbetriebskindergarten stieß auf das Interesse des Ministers.

"Mit dem Zuschuss kann das Wetzlarer Klinikum einen weiteren Schritt zur Modernisierung seines 600-Betten-Hauses vollziehen. "Damit wird sichergestellt, dass die Einrichtung nicht nur medizinisch, sondern auch baulich den heutigen hohen Standards in der Patientenversorgung gerecht wird", betonte der Sozialminister. Letztlich kämen die Investitionen den Menschen in der Lahn-Dill-Region zugute, da die Lahn-Dill-Kliniken im Krankheitsfall eine qualitativ hochwertige Versorgung garantierten. Lob aus Ministermund gab es für die wirtschaftliche Situation der heimischen Kliniken. "Gegenüber vielen kommunalen Krankenhäusern schreiben Sie schwarze Zahlen und können notwendige Investitionen aus Eigenmitteln finanzieren."

Landrat Schuster dankte Grüttner im Namen der Krankenhausgesellschaft. Dabei betonte er, dass auch der Lahn-Dill-Kreis in den letzten zehn Jahren erhebliche Mittel in die Kliniken an den Standorten Wetzlar, Dillenburg und Braunfels investiert und damit eine gute wirtschaftliche Basis geschaffen habe. Außerdem sei im Gesellschaftervertrag festgeschrieben, dass die Lahn-Dill-Kliniken ihre jährlichen Überschüsse nicht an den Kreis abführen müssten.

"Die Patienten in den modernen Zimmern sind begeistert, die anderen stört der Baulärm", sagte Tobias Leineweber. Die Handwerker bemühen sich zwar, patientenverträglich zu arbeiten, aber ganz ohne Beeinträchtigungen geht es nicht. Der technische Direktor bezeichnete die laufenden Sanierungen als zwingend erforderlich. "Wenn nach 37 Jahren ein Haus modernisiert wird, müssen im Wesentlichen alle elektrischen Leitungen, die Wasser- und Abwasserversorgung und die Wärmedämmung erneuert werden. Zur baulichen Umsetzung ist eine komplette Entkernung der Geschosse erforderlich. "Wir versorgen in Wetzlar rund 28 000 Patienten. Dies bedeutet eine Bettenauslastung von über 90 Prozent. Ein Grund, warum wir die Sanierung nur schrittweise durchführen können", so der Geschäftsführer. Dafür dürften sich die Patienten auf größere Zimmer mit Zweibettbelegung mit Nasszelle freuen.

Den Betriebskindergarten bezeichnete der Minister als eine gute Investition für die Zukunft. Damit setze das Klinikum gute Akzente, um den zukünftig steigenden Fachkräftebedarf mit attraktiven Rahmenbedingungen zu begegnen.

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