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Lahn-Dill-Kreis

Interkommunale Zusammenarbeit sichert ausreichende Löschwasserversorgung im Lahn-Dill-Kreis

Wetzlar/Dillenburg, 29. Juli 2015

Der Lahn-Dill-Kreis und die 23 kreisangehörigen Städte und Gemeinden haben im Rahmen einer beispielhaften interkommunalen Zusammenarbeit ein innovatives Konzept umgesetzt, das eine ausreichende Löschwasserversorgung sicherstellt. Die Ausrüstung hierfür – 5 neue Wechselladerfahrzeuge und 8 Tankcontainer mit je 10.000 Liter Fassungsvermögen – ist nun einsatzbereit.  

Das Löschwasserversorgungskonzept beruht auf einer Grundidee der Feuerwehr Herborn, die nach positiven Einsatzerfahrungen für den kreisweiten Einsatz weiterentwickelt wurde.   

Ziel ist es, 50 % des jeweils notwendigen Löschwasservorrats aus dem vorhandenen Trinkwassernetz der Städte und Gemeinden zu decken. Die fehlende Restmenge wird im Einsatzfall in den vorgehaltenen Tankcontainern mit speziellen LKW an den jeweiligen Ort des Geschehens gebracht. Um alle Kommunen des Kreisgebietes spätestens nach 30 Minuten nach einer Alarmierung mit zusätzlichem Löschwasser versorgen zu können, sind LKW und Tankcontainer bei den Freiwilligen Feuerwehren der Städte Braunfels, Haiger, Herborn und Wetzlar sowie der Gemeinde Ehringshausen stationiert.

Eine Investition, die sich umgehend rechnet

Fahrzeuge, Tankcontainer und notwendige Zubehörteile kosten rund 963.000 Euro. Davon übernimmt der Lahn-Dill-Kreis 135.000 Euro – der Rest wird über ein Umlagesystem von den Städten und Gemeinden getragen.

Diesen Kosten steht ein erhebliches Einsparpotential gegenüber. So konnten bereits mehrere Städte und Gemeinden auf den Bau zusätzlicher Zisternen mit geschätzten Baukosten von über 750.000 Euro verzichten.  
Besonders erfreut ist der Erste Kreisbeigeordnete Heinz Schreiber über praktische Synergieeffekte: So erleichtert das System den kommunalen Wasserversorgern die Lieferung guten Trinkwassers: Die Tankcontainer können im Falle einer Trinkwasserknappheit kurzfristig zum Trinkwassertransport eingesetzt werden.  

Hintergrund:  

Um der Gefahr einer Verkeimung des Trinkwassers im Leitungsnetz vorzubeugen, müssen Wasserverbrauch und Leitungsquerschnitte der kommunalen Wasserversorgungsanlagen in einem angemessenen Verhältnis stehen. Dies stellt bei rückläufigem Trinkwasserverbrauch pro Kopf der Bevölkerung und dem sich abzeichnenden demographischen Wandel hohe Anforderungen an die künftige Versorgungsstruktur.   

Eine Sicherung der Löschwasserversorgung aus dem Leitungsnetz erfordert große Leitungsquerschnitte. Wird hier im Regelbetrieb nicht ausreichend Wasser entnommen besteht Verkeimungs- und Inkrustierungsgefahr (die Leitungen „verkrusten“ von innen), der mit hohem Aufwand entgegen zu wirken ist.  

Ansprechpartner beim Lahn-Dill-Kreis für Fragen zum Thema ist Wolfgang Blicker, Tel. 06441 407-2804.  
Fotos (LDK): Feuerrot und brandneu: Fahrzeuge und Tankcontainer; Offizielle Übergabe (von rechts): Erster Kreisbeigeordneter Heinz Schreiber, Landrat Wolfgang Schuster, Oberbürgermeister Wolfram Dette, Erwin Strunk, Feuerwehr Wetzlar sowie 3 Mitarbeiter der Firma Scania.

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