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Pressespiegel & Aktuelles - Archiv von Wolfgang Schuster

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Konzert war "allererste Sahne"

Heeresmusikkorps 2 gastiert in Ehringshausen

Ehringshausen. Das Heeresmusikkorps 2 aus Kassel hat am Mittwochabend in der Volkshalle in Ehringshausen rund 300 Zuhörer begeistert.

Vollendet gespielte sinfonische Musik für ein Blasorchester ließ das Publikum atemlos lauschen, dieser musikalische Hochgenuss hatte mit der angeblich so typisch deutschen "Dicke-Backe-Musik" nichts zu tun.

Unter dem Motto "Märchen und Märsche" wurde das Brüder-Grimm-Jubiläum in den Fokus gestellt und auch der runde Geburtstag des österreichischen Marschkönigs Joseph Franz Wagner gewürdigt, wie der Leiter des herausragenden Klangkörpers, Oberstleutnant Reinhard Kiauka, den Zuhörern erläuterte.

Mit dessen weltbekannten Marsch "Unter dem Doppeladler" startete denn auch das Programm.

Zuvor hatten Landrat Wolfgang Schuster und Bürgermeister Jürgen Mock die Gäste dieses Benefizkonzertes begrüßt. "Wegen der großen Nachfrage bekommt jeder Landkreis einmal im Jahr ein Konzert des Heeresmusikkorps zugesprochen, der Landrat darf bestimmen wo, und heute sind wir hier in Ehringshausen, wo die Diakoniestation Nutznießer des Zweckes aller Konzerte wird: Die Damen und Herren spielen ausschließlich für den guten Zweck", so Schuster.

Die Spanne reicht von Klassik über Oper und Marsch bis hin zu "Abba" und Musical

Mock dankte Schuster und allen Ehringshäusern, die 13 Euro Eintritt gezahlt hatten und sich so für die Diakonie engagierten. "Tagespflege und diakonische Zeiten sind die Bereiche, in die das Geld fließen soll, um die Betreuung kranker Menschen zu unterstützen", so Mock.

"Wir wollen kein Blech reden, sondern Blech blasen, lautet heute das Motto", schloss Schuster, selbst passionierter Blasmusiker.

Kiauka moderierte das Programm persönlich, gab Informationen zu Komponisten und Stücken und schnell war der Funke von den engagierten Vollblutmusikern auf das Publikum übergesprungen.

Sie gingen mit Rossano Galantes "Transcendent Journey" auf Reisen in eine andere Welt, ließen sich bei den "Bremer Stadtmusikanten" (Hayato Hirose) von der Umsetzung der Geschichte in Töne und Harmonien begeistern und erlebten Richard Wagners Oper über die Nibelungen - allerdings hatte Gottfried Sonntag das vierstündige Werk auf vier Minuten zusammengefasst.

Müßig, diese unbeschreiblich schöne Musik in Worte zu fassen, die von den jungen Soldatinnen und Soldaten in Perfektion zum Besten gegeben wurde.

Scheinbar spielerisch und jedem noch so kleinen Wink ihres "Chefs" folgend, gab es von Stücke aus dem Musical "Les Misérables" über den klassischen Marsch wie Miroslav Juchelkas "Optimisten Marsch" bis hin zur Unterhaltungsmusik mit einem "Abba"-Medley ein breites musikalisches Spektrum zu hören. "Das ist allererste Sahne, einfach perfekt!" so das Urteil von Jörg Freund, Tubist bei der Stadtkapelle Solms. Er sprach damit sicher nicht nur den Musikern im Saal aus dem Herzen.

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