Pressespiegel & Aktuelles

Pressespiegel & Aktuelles - Archiv von Wolfgang Schuster

Beachten Sie bitte, dass dieser Artikel vor 6231 Tagen veröffentlicht wurde.

Kreis, IHK und Handwerk vereinbaren Arbeitsprogramm zur Wirtschaftsförderung im Lahn-Dill-Kreis

1. Wirtschafts-Dialog im Kreishaus Wetzlar

v.l. Landrat Wolfgang Schuster, Peter Lehmann (KHW), Andreas Tielmann (IHK) Wolfgang Hofmann (LDK), Saskia Syring (IHK) Bernd Klein (KHW), Ralf Jeschke (KHW), Burghard Loewe (IHK) Dr. Gerd Hackenberg (IHK) auf dem Bild fehlt: Manfred Orth (LDK)

Wetzlar, 02.Mai 2007
Vertreter des Kreises mit Landrat Wolfgang Schuster und Wirtschaftsdezernent Wolfgang Hofmann an der Spitze, trafen sich kürzlich im Kreishaus mit den Geschäftsleitungen der Industrie und Handelskammern zu Dillenburg und Wetzlar und der Kreishandwerkerschaft Lahn-Dill zu einem 1. Wirtschafts-Dialog.

IHK- Hauptgeschäftsführer Andreas Tielmann umschrieb für die Teilnehmer das gemeinsame Ziel der Gesprächsrunde: "Die bisherige gute Zusammenarbeit wird auch unter der neuen Kreisführung fortgesetzt. Die beispielhafte Kooperation soll im Jahre 2007 mit neuen konkreten Wirtschaftsförderungsinitiativen auf Kreisebene gestärkt werden". Die Wirtschaft begrüßt ausdrücklich den eingeschlagenen Weg. Auch Kreishandwerksmeister Bernd Klein sieht ein gemeinsames Handeln für dringend geboten und unterstützt die vereinbarten Aktivitäten nachdrücklich.

Das im letzen Jahr bereits abgestimmte Arbeitspapier für eine effiziente Wirtschaftsförderung bildete die Grundlage für das Gespräch. Beim ersten offiziellen Wirtschaftsdialog im Kreishaus ging es aber auch um die Vorstellung der Studie zum Ausbau der Autobahn A 45, die Ortsumgehung Frohnhausen-Wissenbach sowie um freihändige Vergaben von Aufträgen an das Handwerk.

Anhand einer Power-Point-Präsentation erläuterten IHK-Geschäftsführer Burghard Loewe, sowie der Wirtschaftsförderer des Lahn-Dill-Kreises, Manfred Orth, ein Arbeitsprogramm für das Jahr 2007. Loewe machte dabei deutlich, dass sich Wirtschaft und Kreis ehrgeizige Ziele gesetzt hätten. "Gemeinsam wollen wir durch sehr konkrete und messbare Aktivitäten die Standortqualität an Lahn und Dill weiter verbessern, um den Unternehmen im heimischen Raum neue Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen", so Loewe wörtlich. Der direkte Dialog mit den heimischen Betrieben soll auf allen Ebenen ausgebaut werden. Darüber hinaus sollen insbesondere den kleinen und mittleren Betrieben und dem Handwerk durch geeignete Aktivitäten mehr öffentliche Wahrnehmung verschafft werden. Weiterhin sind konkrete Projekte in den Bereichen Weiterbildung und ein Gewerberaum-Mietpreisspiegel vorgesehen.

"Wir wollen die bisherige gute  Zusammenarbeit zwischen der Kreisverwaltung und der Wirtschaft, vertreten durch die IHK's Dillenburg und Wetzlar und der Kreishandwerkerschaft Lahn-Dill verstärkt fortsetzen. Mit dem umfangreichen und sehr konkreten Arbeitsprogramm verfolgen wir das Ziel, den Mittelstand in der heimischen Wirtschaft und das Handwerk zu unterstützen. Beispielhaft sei hier die Nominierung eines heimischern "Vorzeige-Unternehmens und einer Kommune" für die bundesweite Auszeichnung "Oskar für den Mittelstand" zu nennen. Strukturprobleme werden offensiv angegangen und mit den heimischen Unternehmen wird der Dialog intensiviert", so Erster Kreisbeigeordneter Wolfgang Hofmann.

Im Rahmen der IT-Technologieförderung wird den engagierten Aktivitäten des Vereins media-Lahn-Dill besondere Bedeutung beigemessen. Von dort wurden bereits  intensive Anstrengungen für ein flächendeckendes DSL/Breitbandnetz im Lahn-Dill-Kreis vorangetrieben. In regionalen Kooperations- und Entwicklungsprojekten sowie der Regionalplanung soll im Interesse der Wirtschaft, Kultur und des Tourismus eine frühzeitige Abstimmung erfolgen, damit die heimische Wirtschaftsregion im Standortwettbewerb den Anschluss zur Spitze als Partner in Mittelhessen behält. Weiter wurde vereinbart, dass die IHK ein Strukturdatenblatt in Abstimmung mit dem Handwerk und dem Kreis erstellt und im Internet durch Verlinkung zugänglich macht. Auch der zunehmenden Bedeutung der weichen Standortfaktoren wurde Rechnung getragen. Im Rahmen des Dialoges wurde dabei auch der Aufbau eines Kulturlandschaftsparkes und das Projekt der Radwegeausschilderung mit dem Dilltal-Radweg und Aartal-Radweg vorgestellt. Schließlich waren die für die Standortqualität überaus wichtigen Verkehrsinfrastrukturprojekte Gegenstand der Beratungen.

Landrat Schuster machte deutlich, dass ihm die "Bestandspflege" des heimischen Mittelstandes und des Handwerks besonders am Herzen liege. Aus diesem Grund stehen monatliche Firmenbesuche gemeinsam mit dem Wirtschaftsdezernenten Wolfgang Hofmann und von Fall zu Fall mit Vertretern der beiden heimischen Wirtschaftsorganisationen bereits jetzt bis zum Ende diesen Jahres im Terminkalender. Dazu gehöre auch die Unterstützung der Kreisbehörden bei gewerblichen Bauvorhaben (Behördenlotse) zur Schaffung eines wirtschaftsfreundlichen Klimas.

Gemeinsam mit der Stadt Haiger soll schon im nächsten Monat ein Wirtschaftsgespräch mit den Unternehmen im Gewerbegebiet Kalteiche geführt werden. Dabei geht es auch um Anliegen und Probleme länderübergreifender Art.

Die Vertreter der IHK, des Kreises und des Handwerks waren am Ende des 1. Wirtschaftsdialoges einvernehmlich der Auffassung: "Mit dem jetzt verabschiedeten Arbeitsprogramm werden nicht sämtliche Probleme im Lahn-Dill-Kreis auf einem Schlag gelöst. Sicher ist aber dennoch, dass die vielen kleinen, ganz konkreten Initiativen dazu beitragen werden, den Standort an Lahn und Dill attraktiv zu halten und dort wo Defizite sind, diese sukzessive zu beseitigen".

Ein Termin für einen 2. Wirtschafts-Dialog der drei Partner steht ebenfalls fest und zwar am 1. November 2007. Während dieses Treffens wird überprüft, wie erfolgreich die einzelnen Initiativen gewesen sind. Gleichzeitig soll dann das gemeinsame Arbeitsprogramm 2008 beschlossen werden.

Zurück zur Newsübersicht