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Pressespiegel & Aktuelles - Archiv von Wolfgang Schuster

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Leun

Lahn-Dill-Kreis kauft „Teutonicus“ in Leuner Ortsteil Stockhausen

Grundstückskauf im Ortskern soll gleich zwei Gefahrenstellen beseitigen

Der Lahn-Dill-Kreis hat das als „Teutonicus“ bekannte Gebäude in der Ortsdurchfahrt von Leun-Stockhausen gekauft. Ende März 2023 wurde der notarielle Kaufvertrag unterzeichnet. Heute hat der Kreisausschuss abschließend einstimmig zugestimmt. In diesem Frühjahr habe sich die Möglichkeit ergeben, das Gebäude samt Grundstück zu erwerben. „Unser Angebot von 99.900 Euro wurde angenommen“, erklärt Landrat Wolfgang Schuster. „Der Kaufpreis entspricht einem Gutachten eines Sachverständigen für Immobilienbewertung vom Februar 2021“.

Mit diesem Kauf habe man die Möglichkeit, gleich zwei Gefahrenstellen zu beseitigen. „Zu Stichzeiten herrscht in Stockhausen ein reger Durchgangsverkehr. Wir können die beengte Verkehrssituation in der Ortsdurchfahrt, die eine Kreisstraße ist, entschärfen. Der einseitige Gehweg könnte auf beide Seiten erweitert werden. Zusätzlich können durch den neugewonnenen Platz ausreichend viele Parkstreifen entstehen“, führt der Landrat aus. In der aktuellen Überlegung steht dafür ein Abriss bzw. Teilabriss des baufälligen Gebäudes zur Debatte. Der Leuner Bürgermeister Björn Hartmann begrüßt das Vorgehen. „Die Erweiterung der Engstelle wird den Verkehr entlasten und Fußgängern mehr Platz bieten“, sagt er. Landrat Wolfgang Schuster führt weiter aus: „Die zweite Gefahrenstelle ist der Angriff auf unsere Demokratie. Das Gebäude diente Menschen mit nationalsozialistischem und rechtsextremem Gedankengut aus ganz Deutschland als Treffpunkt“, sagt Schuster. „Polizei und Verfassungsschutz sowie die kommunalen Ordnungsämter beschäftigt dieser Treffpunkt bereits seit Jahren“, betont der Landrat. Der Landkreis und die Stadt stehen in einem engen Austausch bezüglich des weiteren Vorgehens. Sofern der Zustand des Gebäudes es zulasse, könne man sich vorstellen, dass das Gebäude vorübergehend von der Stadt Leun für die Unterbringung von Geflüchteten genutzt werden könne. „Das könnte unsere Wohnungsnot für geflüchtete Menschen aus der Ukraine entspannen“, sagt der Bürgermeister von Leun, Björn Hartmann.

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