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Pressespiegel & Aktuelles - Archiv von Wolfgang Schuster

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Lahn-Dill-Kreis und Gemeinde Waldsolms stehen zur Taunusbahn!

Presseinfo 086/2015 - Die Streckenführung der Taunusbahn muss in der jetzigen Form bestehen bleiben.

Landrat Wolfgang Schuster, Mitglied im Aufsichtsrat des RMV (Rhein-Main-Verkehrsverbund) und Heinz Schreiber, Erster Kreisbeigeordneter und für den ÖPNV zuständige Dezernent, stellen übereinstimmend fest: „Der Lahn-Dill-Kreis und die Gemeinde Waldsolms werden sich intensiv darum bemühen, dass die Taunusbahn mit Startpunkt Brandoberndorf dauerhaft und in vollem Umfang weitergeführt wird.“ Sie und Bürgermeister Bernd Heine sehen das Land bzw. den RMV (regionaler Aufgabenträger für die Strecke Brandoberndorf, Friedrichsdorf, Frankfurt) in der Pflicht, einen Großteil der anfallenden Kosten für die Sanierung des Hasselborner Tunnels zu übernehmen. Kreis und Gemeinde sowie der Verkehrsverband Hochtaunuskreis würden über den verbleibenden Finanzierungsteil sprechen müssen.

Die Taunusbahn ist ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Personennahverkehrs, der zukünftig durch eine Elektrifizierung und den Ausbau zu einer S-Bahn-Strecke weitere Beförderungen an sich binden und an Bedeutung gewinnen könnte.

Was steckt dahinter?

Bis Ende der 60er-Jahre fuhr die Taunusbahn von Bad Homburg über Usingen nach Grävenwiesbach und mit weiterführenden Zügen bis Weilburg und Wetzlar. Niedrige Auslastung und Reduzierung des Fahrtenangebots führten dazu, dass die Strecke zwischen Wetzlar und Grävenwiesbach 1985 für den Personenverkehr durch die damalige Bundesbahn ganz stillgelegt wurde. Zu dieser Zeit übernahmen – landes- und bundesweit – zahlreiche regionale und lokale Aufgabenträger die Regie für den öffentlichen Personennahverkehr.

So konnten auch ab dem Fahrplanwechsel im Mai 2000 die Fahrgäste aus dem Lahn-Dill-Kreis eine schnelle und bequeme Verbindung nach Frankfurt nutzen. Mit der Weiterführung nach Brandoberndorf (Haltestellen Hasselborn und Brandoberndorf) – verlängerte sich die Taunusbahn-Trasse um 8 Kilometer und der Hasselborner Tunnel wurde wieder in Funktion genommen. Aktuell sind es ca. 500 Fahrgäste, die täglich aus dem südlichen Lahn-Dill-Kreis ins Rhein-Main-Gebiet nach Frankfurt pendeln.

Der Hasselborner Tunnel ist in die Jahre gekommen

Erbaut von 1910 bis 1912, verband der Hasselborner Tunnel Grävenwiesbach und Hasselborn über 70 Jahre lang. Der Verkehr auf der Strecke wurde 1985 von der Deutschen Bundesbahn eingestellt und somit auch der Tunnel stillgelegt. Er wurde 1998 wieder geöffnet und für die Taunusbahn von Grävenwiesbach nach Brandoberndorf genutzt. Der Hasselborner Tunnel ging 1999 in das Eigentum des Verkehrsverbandes Hochtaunus über (Verkäufer: Verkehrsverbund Lahn-Dill-Kreis). 

Doch „Zwangspausen“ und der Zahn der Zeit sind am Hasselborner Tunnel nicht spurlos vorbeigegangen. Schäden am Tunnel sind seit langem bekannt, viele Kubikmeter Wasser strömen täglich durch die Decke in den Tunnel. Nach einer Untersuchung von 2012 für die dringend notwendige Sanierung des Hasselborner Tunnels im Streckenabschnitt zwischen Grävenwiesbach und Brandoberndorf fallen Kosten in Millionenhöhe an.

Wolfgang Schuster und Heinz Schreiber „Der Tunnel muss saniert werden, um die komplette Streckenführung weiterhin aufrecht erhalten zu können. Belastbare Zahlen zum aktuellen Stand des Sanierungsaufwandes liegen uns zurzeit allerdings noch nicht vor – im April/Mai erwarten wir konkrete Ergebnisse. Dann werden wir alle Beteiligten zum Gespräch einladen, auch den Verkehrsverband Hochtaunus und den RMV. Beide haben starkes Interesse signalisiert.“

Ansprechpartner beim Lahn-Dill-Kreis für Fragen zum Thema: Heinz Schreiber, Tel. 06441 407-1210, E-Mail: .

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