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Lahn-Dill-Kreis wird Modellregion Inklusion

Wetzlar/Dillenburg, 30. Januar 2013

In den nächsten 2 Jahren werden inklusive Angebote in den Bereichen Freizeit, Kultur und Sport weiterentwickelt.

In mehreren Modellregionen will Hessen die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen voranbringen. In den Regionen soll mit unterschiedlichen Projekten jeweils ein Schwerpunkt des Landesaktionsplanes zur UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt werden. Sozialminister Stefan Grüttner unterzeichnete kürzlich gemeinsam mit Landrat Wolfgang Schuster sowie 5 weiteren Landkreisen und Städten entsprechende Zielvereinbarungen.

Schwerpunkte des Lahn-Dill-Kreises

Der Lahn-Dill-Kreis widmet sich den thematischen Schwerpunkten Freizeit, Kultur und Sport und plant die Durchführung und Erprobung eines ganzen Bündels von Maßnahmen zum Abbau von Barrieren. Dazu gehören beispielsweise die Förderung und Initiierung inklusionsfreundlicher Veranstaltungsorte sowie inklusionsfördernder Veranstaltungen, wie die Erstellung eines „Kommunalen Ratgebers Barrierefreiheit“ oder die Entwicklung eines Gütesiegels „Inklusionsfreundlicher Veranstaltungsort“. Ein besonderer Schwerpunkt des Projekts wird darin liegen, „Kulturelle Orte“ im Landkreis unter dem Aspekt der Barrierefreiheit zu begehen, zu bewerten und die gewonnenen Erkenntnisse zu veröffentlichen. Dies soll unter Einbeziehung von Bürgerinnen und Bürgern mit Behinderungen geschehen.

Landrat Wolfgang Schuster freut sich über weitere Impulse auf dem Weg zu einem inklusiven Landkreis: „Rund 250.000 Menschen leben im Lahn-Dill-Kreis und alle sind verschieden! Ältere und Junge, Frauen und Männer, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund und natürlich auch solche mit unterschiedlichen Begabungsschwerpunkten und körperlichen oder seelischen Besonderheiten – gemeinsam bilden sie die Bevölkerung unseres Kreises.“

Nur wenn alle diese Einzelpersonen ihre Kompetenzen und Lebensentwürfe dort verwirklichen können, wo sie hingehören, wird ein Landkreis die demografischen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte konstruktiv gestalten können.

Kulturelle Teilhabe für alle Menschen, inklusive Sportaktivitäten, barrierefrei nutzbare Freizeitangebote, dies sind vermeintlich „weiche Standortfaktoren“, die jedoch nachhaltige Wirkung erzielen können.

Außerdem haben sie den großen Vorteil, dass sie Spaß machen und Menschen zusammenbringen können.

Ansprechpartner beim Lahn-Dill-Kreis: Die Aktivitäten werden koordiniert durch den Leiter der Abteilung Soziales und Integration, Klaus Gerhard Schreiner, Tel.: 06441 407-1400 oder E-Mail: .

Foto (privat): Landrat Wolfgang Schuster unterzeichnet die Zielvereinbarungen.

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