Landrat und Sozialdezernent für Schulbesuch illegalisierter Kinder

Schuster und Kaufmann-Ohl begrüßen Vorstoß von Schulministerin Henzler

Wetzlar/Dillenburg, 3. Juli 2009

Landrat Wolfgang Schuster und der für Integration zuständige Sozialdezernent des Lahn-Dill-Kreis, Günther Kaufmann-Ohl, begrüßen ausdrücklich die Absicht von Ministerin Dorothea Henzler, eine ministerielle Verordnung einzubringen, die Kindern von illegal im Land lebenden Ausländern einen Schulbesuch ermöglichen soll.

„Seit Jahren ist es ein unerträglicher Zustand, dass Kindern soziale Kontakte, Lern- und Bildungsmöglichkeiten verwehrt werden. Lehrerinnen und Lehrer und Schulleitungen müssen diese melden, wenn ihre Eltern sich hier ohne rechtlichen Status und ohne Berechtigung aufhalten“, erklären Schuster und Kaufmann-Ohl in einem Schreiben an Frau Henzler.

In einem zivilisierten Land müsse es möglich sein, dass Kinder nicht unter ihrer und der rechtlosen Situation ihrer Eltern zusätzlich leiden müssen, indem sie entweder von Entwicklungsmöglichkeiten abgeschnitten werden oder unter permanenter Angst leiden müssen, dass durch ihren Schulbesuch eine Gefährdung der Familie droht.

Beide bedanken sich ausdrücklich bei der Ministerin, dass sie den hohen Druck von denjenigen Lehrerinnen und Lehrern nehmen will, die unter humanitären Gesichtspunkten bisher bereit waren, Kindern „illegal“ einen Schulbesuch zu ermöglichen.

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