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Pressespiegel & Aktuelles - Archiv von Wolfgang Schuster

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Mindestlohn hilft 4000 Menschen

Wetzlar (gro). Ab 1. Januar gilt der allgemeine gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Fast 4.000 Vollzeitbeschäftigte im Lahn-Dill-Kreis werden laut DGB Mittelhessen davon profitieren.

Laut DGB-Berechnungen müssen zurzeit in Lahn-Dill 3949 Vollzeitbeschäftigte mit weniger als 8,50 Euro Stundenlohn auskommen (Bruttoverdienst bis zu 1.500 Euro/Monat). Das heißt: 6,6 Prozent der zirka 60 000 Vollzeitbeschäftigten werden von der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns profitieren, schlussfolgert der Gewerkschaftsbund.

Der DGB geht davon aus, dass bei den Teilzeitbeschäftigten im und insbesondere bei den Minijobs, der Anteil derjenigen, die vom Mindestlohn profitieren werden, noch deutlich höher liegt. Landesweit werden demnach etwa zwei Drittel der Minijobberinnen und Minijobber vom Mindestlohn profitieren.

Mehr Frauen als Männer betroffen

Bundesweit arbeiten deutlich mehr Frauen im Niedriglohnbereich als Männer. Dieser Trend zeigt sich auch in der Region. Während 3,8 Prozent der vollzeitbeschäftigten Männer brutto weniger als 1.500 Euro monatlich verdienen, liegt der Anteil der Frauen bei 13,6 Prozent. DGB-Regionsgeschäftsführer Matthias Körner ist überzeugt, dass der Mindestlohn zu mehr Gerechtigkeit führen wird. "Auch die Akzeptanz bei den Unternehmen wird zunehmen, wenn sie sicher sein können, dass der Mindestlohn auch von der Konkurrenz bezahlt wird", sagte Körner. Wichtig sei allerdings eine wirksame Überwachung. "Einige Arbeitgeber versuchen mit allen Tricks, den Mindestlohn zu umgehen. Das ist kein Kavaliersdelikt." Wer gegen das Mindestlohngesetz verstoße, müsse mit Geldbußen bis zu 500.000 Euro rechnen. Wem der Mindestlohn vorenthalten werde, könne bis zu drei Jahre lang Klage einreichen.

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