Musik und Liebe helfen dem Kloster

Silvesterkonzert erbringt schöne Spende für die Dachsanierung

Wetzlar (hp). Eine Spende in Höhe von 3000 Euro hat Martin Knell, Leiter des Wetzlarer Kammerorchesters und der Altenberger Bach Capella, am Mittwoch an Landrat Wolfgang Schuster (SPD) übergeben.

Der Landrat ist Vorsitzender des Vereins Kloster Altenberg. Die Summe war beim Silvesterkonzert der Bach Capella zusammen gekommen, die auf Bitte des Lions-Club-Präsidenten Professor Wolfram Niedner das Konzert am Neujahrstag in der Hospitalkirche mit gleichem Erfolg wiederholte (wir berichteten).

„Es hat uns sehr gefreut, dass wir in diesem Jahr eine so immense Summe einspielen konnten“, sagte Knell. Sein besonderer Dank galt den Solisten Cristina Anghelescou und Marian Ioan Olaru, die als Freunde der Familie Knell ohne Gage spielten. „Ansonsten könnten wir nicht mit solch hochkarätigen Musikern agieren“, erläuterte Knell, der mit seiner Frau Ingrid und den sechs Kindern zwölf Jahre bei Brückmanns auf dem Altenberg wohnte.„Seither haben wir eine ganz besondere Verbindung zu dem Kloster und da wir denken, dass Bürger etwas tun sollten, um solch einmalige Orte zu erhalten, haben wir nicht nur schon sechzehn Silvesterkonzerte gegeben, sondern auch schon alle Mozart-Opern aufgeführt und Serenaden-Abende gegeben und sind Mitglied im Verein Kloster Altenberg“, stellte Knell die besondere Beziehung heraus.

1,5 Millionen Euro werden noch für die Sanierung gebraucht

„Da haben sich zwei gesucht und gefunden: Aus der Familie Knell und dem Kloster ist eine Liebe geworden, und durch die Leidenschaft für die Musik konnte schon viel für das alte Gemäuer getan werden“, lobte der Landrat, der für das besondere und nicht selbstverständliche Engagement dankte, seinen Silvesterabend mit der Gestaltung eines so niveauvollen Konzertes zu verbringen und den Erlös zu spenden.

„Alle zwei bis drei Jahre investieren wir zwischen 150 000 und 250 000 Euro für die Dachflächensanierung des Klosters und haben durch Zuschüsse, aber vor allem durch Spenden schon 1,5 Millionen Euro ausgeben können“, erklärte Vereinsschatzmeister Jens Weber. Weitere 1,5 Millionen Euro werden noch gebraucht. „Wir sind sehr dankbar für Spenden“, sagte Weber weiter.

Die Knells haben indes „Zukunftsmusik“ im Kopf. „Wir hatten die Idee, nach dem Silvester-Konzert noch stilvoll Imbiss und Umtrunk zu reichen und gemeinsam mit den Zuhörern das neue Jahr auf dem Altenberg zu begrüßen und die herrliche Aussicht auf das Lahntal zu genießen“, erläuterte Knell. Bisher war dies am Personalmangel auf dem Altenberg gescheitert. Das nächste Projekt zur Hilfe für den Altenberg ist ein weiterer Serenadenabend, der am 19. Juli für den guten Zweck gestaltet wird.

Wetzlarer Neue Zeitung vom Freitag, 10. Januar 2014, Seite 17

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