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Pressespiegel & Aktuelles - Archiv von Wolfgang Schuster

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„Mutig und zukunftsweisend“

FEUERWEHREN Land Hessen unterstützt Zusammenlegung Breitscheid/Erdbach

Breitscheid (kaw). Als „mutig“ und „zukunftsweisend“ hat Gießens Regierungspräsident Dr. Lars Witteck (CDU) die Zusammenlegung der Feuerwehren Breitscheid und Erdbach bezeichnet. Er übergab Breitscheids Bürgermeister Roland Lay (parteilos) jetzt eine Zuweisung des Landes Hessen in Höhe von 30 000 Euro, die für das neue Gerätehaus vorgesehen ist.

Bereits im Jahr 2012 kristallisierte sich heraus, dass die Erdbacher Feuerwehr nicht mehr einsatzfähig ist. „Es fanden sich keine Führungskräfte mehr“, erläuterte Lay bei der Übergabe des Bescheids. Aus dem Breitscheider Ortsteil sei dann die Erkenntnis gekommen, dass es so nicht weitergehen könne. „Zuletzt gab es in Erdbach nur noch acht Einsatzkräfte. Das war natürlich zu wenig“, fasste Lay zusammen.

„Zuletzt gab es in Erdbach nur noch acht Einsatzkräfte. Das war zu wenig“

Während in anderen Kommunen immer wieder von Problemen berichtet wird, wenn Wehren kooperieren sollen, gab es in der Westerwaldgemeinde keine Schwierigkeiten. „Die Zusammenlegung der beiden Wehren ist einvernehmlich gelaufen“, freute sich der Bürgermeister. Die Erdbacher Wehrleute seien der Breitscheider Einsatzabteilung bereits zugeordnet worden. Von den acht verbliebenen Feuerwehrleuten seien fünf mit zu den Brandbekämpfern in der Kerngemeinde gekommen. Insgesamt sind in der Einsatzabteilung dort nun 45 Frauen und Männer aktiv.

Mit der Entscheidung, zwei Ortsteilwehren zusammenzulegen, sei Breitscheid einen richtungsweisenden Schritt gegangen, lobte Regierungspräsident Witteck das Vorgehen. Gerade die angespannten öffentlichen Haushalte und die Auswirkungen des demografischen Wandels erforderten es, mit „modernen Methoden“ wie der interkommunalen Zusammenarbeit zu reagieren. In Breitscheid seien die „Zeichen der Zeit“ erkannt und die aktuellen Herausforderungen angenommen worden.

Lob gab es auch von Landrat Wolfgang Schuster (SPD): „Der Bürger hat einen Anspruch darauf, innerhalb von zehn Minuten Hilfe zu bekommen. Breitscheid ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Feuerwehr erhalten und der Veränderung der Gesellschaft begegnet werden kann.“ Die Struktur der Freiwilligen erfahre durch die interkommunale Zusammenarbeit eine zusätzliche Stärkung. „Nur so kann ein wirksames wie finanzierbares Hilfeleistungssystem auf kommunaler Ebene gewährleistet werden.“

Für das neue Feuerwehrgerätehaus werde derzeit ein Architekturbüro ausgesucht. Was der Bau voraussichtlich kostet, könne erst danach gesagt werden, erläuterte Lay. Der Gemeinde spart durch die Zusammenlegung rund 11.000 Euro im Jahr. Das neue Gebäude solle jederzeit erweiterbar sein.

Das Geld, das der Regierungspräsident mitbrachte, stammt vom Land Hessen. Aus Wiesbaden wird die Zusammenlegung der beiden Wehren aus dem so genannten „Landesausgleichsstock“ gefördert.

Dill-Zeitung vom Mittwoch, 23. April 2014, Seite 19 (7 Views)

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