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Neustrukturierung des Filialnetzes der Sparkasse Wetzlar; Verwaltungsrat nimmt Stellung

Gemeinsame Presseerklärung von Landrat Wolfgang Schuster und Oberbürgermeister Wolfram Dette

Vollstes Verständnis zeigten der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates der Sparkasse Wetzlar, Landrat Wolfgang Schuster und Oberbürgermeister Wolfram Dette, für die Rückmeldungen aus Vereinen, Verbänden, Institutionen und kommunalen Vertretungskörperschaften zu den Plänen der Sparkasse, das Filialnetz neu zu strukturieren und dabei einzelne Filialen zusammen zu legen.

Der Verwaltungsrat, so Landrat Wolfgang Schuster und Oberbürgermeister Wolfram Dette, habe es sich bei seiner auf Vorschlag des Sparkassenvorstandes getroffenen Entscheidung nicht leicht gemacht. Eine Arbeitsgruppe der Sparkasse, bestehend aus Vorstand und Mitarbeitern aus allen betroffenen Bereichen des Hauses unter Einbindung des Personalrates habe gemeinsam mit externer Begleitung eine umfassende Untersuchung des bestehenden Filialnetzes vorgenommen. Die vorgelegten Ergebnisse und die Notwendigkeit von tiefgreifenden Sparmaßnahmen sind so eindeutig, dass es dem Verwaltungsrat trotz anderslautender Forderungen aus dem politischen Bereich nicht möglich war und ist, dass vorgelegte Konzept zu verändern.

Der öffentliche Auftrag für die Sparkassen gebiete es, so Schuster und Dette, dass eine permanente Überprüfung der Aufbau- und Ablaufstrukturen erfolge. Die Sparkasse Wetzlar sei zwar eine der überdurchschnittlich ertragsstarken Sparkassen in ihrer Strukturgruppe in Hessen. Einen „Spitzenplatz“ belege die Sparkasse allerdings auch bei den Aufwendungen, insbesondere bedingt durch das große Filialnetz. Noch gehe es der Sparkasse gut, so Wolfram Dette und Wolfgang Schuster, und wir wollen, dass dies in Zukunft auch so bleibt.

Im Hinblick auf die schon lang anhaltende Niedrigzinsphase sei die Marge der Sparkasse allerdings deutlich zurückgegangen. Dazu komme, dass aufgrund der derzeit niedrigen Zinsen verstärkt Sondertilgungsmöglichkeiten für Altkredite genutzt würden. Dies führe im Ergebnis dazu, dass die Differenz zwischen Darlehenszins und Guthabenzins immer weiter vermindert werde, was zu sukzessive sinkenden Erträgen für die Sparkasse führe.

Da am deutlichen Rückgang des Zinsüberschusses – der bislang mehr als drei Viertel des operativen Ertrags der Sparkasse ausmache – nichts geändert werden könne, weil die Sparkasse im Gegensatz zu den Großbanken weder ihr Geschäftsgebiet noch ihr Geschäftsmodell einfach verändern könne, müsse die gesamt Kostensituation auf den Prüfstand gestellt werden. Dazu gehöre, so Schuster und Dette, auch das Filialnetz.

Neben der sorgfältigen und eingehenden Abwägung aller Belange habe der Verwaltungsrat bei seiner Entscheidung auch berücksichtigt, dass möglichst kein Sparkassenkunde zusätzlich mehr als drei bis vier Kilometer zu einer anderen Filiale fahren müsse, so seine bisherige Filiale geschlossen werden müsse. Dabei werde dafür Sorge getragen, dass soweit als möglich auch in der neuen Filiale die bisherigen, bekannten Ansprechpartner zur Verfügung stünden. Ferner habe die Sparkasse auch weitere Möglichkeiten eingeführt, die den betroffenen Kunden weiterhin unkompliziert und kompetent Bankgeschäfte ermöglichen würde. So sei beispielsweise das Telefonbanking reaktiviert worden und es würden individuellen Lösungsmöglichkeiten für jeden Kunden erarbeitet, für den sich über unvermeidbare Unbequemlichkeiten hinaus echte Probleme ergeben.

Landrat Schuster und Oberbürgermeister Dette raten dazu, im Zweifel den Kontakt mit den bisherigen Ansprechpartnern der Sparkasse zu suchen, um die entsprechenden Lösungsmöglichkeiten auszuloten. Darüber hinaus bieten Landrat und Oberbürgermeister allen Verbänden und politischen Gremien an, dass ein Vertreter des Sparkassenvorstandes im Bedarfsfalle zur Beratung zur Verfügung stehe, um die Hintergründe der getroffen Entscheidung zu beleuchten.

Abschließend betonten der Oberbürgermeister und der Landrat, dass sich sowohl der Vorstand als auch der Verwaltungsrat nicht in fünf Jahren habe fragen lassen wollen, warum er nichts gegen die sich abzeichnende Entwicklung getan habe. Deshalb sei jetzt eine Entscheidung, so schmerzlich sie auch sei, zu treffen gewesen. Im Übrigen verwiesen der Landrat und der Oberbürgermeister darauf, dass die Sparkasse Wetzlar auch nach der Umstrukturierung über mehr Filialen verfüge, als jedes andere Kreditinstitut in ihrem Geschäftsgebiet.

„Noch ist die Sparkasse gut aufgestellt“, erklärten Schuster und Dette abschießend gemeinsam, „und wir wollen, dass dies im Interesse der Bevölkerung und der heimischen Wirtschaft auch so bleibt.“

Wolfgang Schuster Wolfram Dette
Landrat des Lahn-Dill-Kreises Oberbürgermeister der Stadt Wetzlar
Vorsitzender des Verwaltungsrates 
der Sparkasse Wetzlar
Stellvertretender Vorsitzender des
Verwaltungsrates der Sparkasse Wetzlar
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