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Rechtliche Rahmenbedingungen für den Verkauf von E.ON Mitte sind geschaffen

Wetzlar / Dillenburg, 12. Dezember 2013

Zwölf Landkreise und die Stadt Göttingen übernehmen Regionalversorger E.ON Mitte.

Mit der Unterzeichnung wichtiger Vertragswerke haben die Vertreter der kommunalen Aktionäre von E.ON Mitte und die E.ON SE am Dienstag (10. Dezember 2013) in Kassel die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Verkauf des regionalen Energieversorgers geschaffen.

Bis der regionale Energieversorger tatsächlich ein zu 100 Prozent kommunales Unternehmen sein wird, werden jedoch noch einige Tage vergehen. "Wenn die letzten kommunalaufsichtsrechtlichen Genehmigungen vorliegen, können voraussichtlich in der nächsten Woche die restlichen notwendigen Verträge unterschrieben werden und damit die Transaktion endgültig unter Dach und Fach gebracht werden, sagte Robert Fischbach, Landrat des Landkreises Marburg-Biedenkopf und Verhandlungsführer der Kommunalaktionäre nach dem Ende einer Aufsichtsratssitzung und außerordentlichen Hauptversammlung in Kassel.

Voraussetzung für diesen entscheidenden Schritt waren die positiven Beschlüsse der zwölf Kreistage und des Rates der Stadt Göttingen zum vollständigen Erwerb der E.ON-Anteile. Diese wurden in den vergangenen sieben Wochen mit breiter Zustimmung in den Gremien gefasst die letzten Entscheidungen fielen erst am 9. Dezember.

Bisher verfügten die zwölf Landkreise Eichsfeld, Göttingen, Hersfeld-Rotenburg, Höxter, Kassel, Lahn-Dill, Main-Kinzig, Marburg-Biedenkopf, Northeim, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner sowie die Stadt Göttingen über einen Anteil von 26,7 Prozent an der E.ON Mitte AG. Die Mehrheit lag mit 73,3 Prozent bei der E.ON SE in Düsseldorf.

In einem Eckpunktepapier hatten sich beide Seiten im Mai dieses Jahres darauf verständigt, dass E.ON Mitte auf Basis eines neutralen Wertgutachtens vollständig in kommunalen Besitz übergehen soll. Davon ausgenommen ist die Tochtergesellschaft E.ON Mitte Vertrieb GmbH, die im Konzern verbleibt und in eine neue, integrierte Vertriebsgesellschaft der E.ON Deutschland überführt werden soll. Ziel der kommunalen Aktionäre ist es daher, zukünftig unter dem früheren und traditionsreichen Namen EAM einen eigenen Vertrieb für Strom und Gas aufzubauen.

Der Kreistag des Lahn-Dill-Kreises hatte am 9. Dezember 2013 den Erwerb des Aktienpaketes beschlossen. Für den Lahn-Dill-Kreis unterzeichneten Landrat Wolfgang Schuster und der Ehrenamtliche Kreisbeigeordnete Horst Euler die Verträge.

Kommunale Netze bedeuten hohe Netzqualität und Netzsicherheit. Wir "zocken nicht mit Aktien, wir möchten eine sichere Energieversorgung heute und in den nächsten Jahren erhalten, so Landrat Wolfgang Schuster.

Foto (EON Mitte), von links: Thomas Weber, Vorstandsmitglied EON Mitte; Friedhelm Spieker Landrat Landkreis Höxter; Wolfgang Schuster, Landrat Lahn-Dill-Kreis; Horst Euler, Ehrenamtlicher Kreisbeigeordneter Lahn-Dill-Kreis.

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