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Pressespiegel & Aktuelles - Archiv von Wolfgang Schuster

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Schulzentrum - was wäre, wenn?

Kreisverwaltung rechnet CDU die Merkosten für Berufsschul-Neubau vor

Wetzlar. Der Kreis hat einen CDU-Vorschlag nachgerechnet: Der Neubau eines Berufsschulzentrums auf dem Wetzlarer Spilburg-Gelände wäre rund 20 Millionen Euro teurer gewesen als das jetzt geplante Bauvorhaben - also Goethe-, Heuss- und Kollwitzschule am Standort in der Frankfurter Straße für 75 Millionen Euro sanieren und zu einem Schulzentrum umbauen.

Die CDU hatte in der Kreistagssitzung Anfang Dezember gefordert, die Abstimmung über den Bau des Schulzentrums in Wetzlar solle verschoben werden, und der Kreis solle prüfen, ob für 75 Millionen Euro stattdessen ein Neubau der beiden Berufsschulen Theodor-Heuss- und Käthe-Kollwitz-Schule in der Spilburg sowie eine Sanierung des Oberstufengymnasiums Goetheschule möglich wäre.

Die Kreistags-Mehrheit aus SPD, FWG, Grüne und Linke hatte diesen Antrag abgelehnt und Sanierung und Umbau der drei Schulen am bisherigen Standort in Wetzlar beschlossen. Sie hatten argumentiert, die Prüfung sei überflüssig. Der gesunde Menschenverstand sage, dass es deutlich teurer werde. Außerdem werde durch eine Prüfung die Planung für das Bauprojekt dann um mindestens zwei Monate bis zur nächsten Abstimmung verschoben.

Alternative in der Spilburg hätte rund 94 Millionen Euro gekostet

Nun hat die Kreisverwaltung doch geprüft. Ohne Auftrag des Parlaments. Vize-Landrat und Kreis-Schuldezernent Heinz Schreiber (Grüne) stellte in der Sitzung des Kreistags das Ergebnis vor: Der Vorschlag der CDU hätte voraussichtlich 94,25 Millionen Euro gekostet. Rund 20 Millionen Euro mehr als das beschlossene von der Kreistags-Mehrheit beschlossene Projekt. So hoch sind laut Schreiber etwa die voraussichtlichen Kosten für die Sanierung der beiden Berufsschulen in Dillenburg.

Die Zahlen habe ein Planungsbüro ermittelt, das auch die Konzept für das Schulzentrum in der Frankfurter Straße erstellt habe.

Nicht nachgehakt

CDU-Abgeordneter Jörg Michael Müller hatte im Dezember im Kreistag angekündigt, die CDU werde alle acht Wochen, zu jeder Kreistags-Sitzung, nachfragen, was die Kreisverwaltung in der Zwischenzeit für das Schulzentrum getan habe. Er war verärgert, dass das Projekt nicht um zwei Monate verschoben werden und in der Zwischenzeit die Alternative auf dem Spilburg-Gelände geprüft werden konnte. Deshalb sagte Müller damals: Er sei auf die Auskunft Anfang Februar gespannt.

In der Kreistags-Sitzung am Montag hatte Müller nicht nachgefragt.

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