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Pressespiegel & Aktuelles - Archiv von Wolfgang Schuster

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Schusters neuer Amtssitz umgarnt die Nase

Kreishaus wächst / Fast alle Aufträge vergeben / Architekt: "Sachliche Zurückhaltung"

Wetzlar (pre). Mit dem Bohren großer Löcher haben die Bauarbeiter schon im September begonnen. Seit einigen Monaten wächst das neue Kreishaus in Wetzlar nun auch oberirdisch. Höchste Zeit für die Grundsteinlegung.

Denn auch in Sachen Geld ist beim Kreishausneubau, der einmal 360 Mitarbeiter beherbergen soll, schon vieles abgeschlossen. Das neue Gebäude D, so der verwaltungsinterne Name, kostet 20,5 Millionen Euro. 86 Prozent der Aufträge für den Bau sind vergeben, das sind Aufträge im Wert von etwa 17,5 Millionen Euro, rechnete Landrat Wolfgang Schuster (SPD) am Montag bei der Grundsteinlegung vor und verkündete stolz: "Etwa 75 Prozent davon bleiben in der Region." Das sei so, weil man für den Bau an der Moritz-Hensoldt-Straße keinen Generalunternehmer beauftragt habe. Der Kreis unterstütze mit dem Neubau die heimische Wirtschaft.

"Stadtplatz" zum Verweilen

"Sachliche Zurückhaltung und städtebauliche Signifikanz" attestierte Architekt Michael Rommel dem Neubau, der auch den Sitzungssaal des Kreistages aufnehmen wird. Das Gebäude an zentraler Stelle werde den Kreis angemessen repräsentieren und dabei das Stadtbild bereichern. Neben dem eigentlichen Bauwerk soll ein "Stadtplatz" auf den Flächen drumherum zum Aufenthalt laden. Es werde einen steinernen Vorplatz direkt am Gebäude geben und daneben eine grüne Fläche, in der sich Menschen aufhalten sollten, sagte der Architekt. Frühjahrsblüher sollen im Frühling "Farb- und Duftaspekte" setzen, heißt es in der Projektbeschreibung weiter.

Genug Raum für Umstrukturierung

Rommel sagte auch, dass der Neubau dem Landkreis viel Raum lasse, um Abteilungen umzustrukturieren. So gebe es wenige fest zugeordnete Büros und viele Räume, die unterschiedlich genutzt werden könnten, wenn Abteilungen mehr oder weniger Platz benötigten.

Wie geht es weiter? Die am 6. Januar begonnenen Rohbauarbeiten sollen am 12. September beendet werden. Ein gutes Jahr dauert dann der Innenausbau. Schuster sagte, dass man im September oder Oktober 2015 Einweihung feiern wolle. Knapp 360 Mitarbeiter sollen dann in den Neubau ziehen, viele dezentrale Standorte würden aufgeben. Die Betriebskosten des Kreises würden von derzeit 1,2 Millionen auf dann noch knapp 800 000 Euro im Jahr sinken.

Im Dezember 2015 soll dann das ehemalige Sparkassengebäude, der Bauteil A, abgerissen werden. Dort entsteht ein Parkhaus.

Ökologisch soll der Erweiterungsbau Maßstäbe setzen. Die Anforderungen der Energiesparverordnung aus dem Jahr 2009 würden um bis zu 30 Prozent unterschritten, sagte der Landrat. Wärme kommt aus einem Biomassekessel, der mit Holzpellets befeuert wird, erklärte Architekt Rommel. Ein Blockheizkraftwerk macht aus Gas Wärme und Strom.

Durch seine geschwungene Form mit zwei Innenhöfen sollen alle Büros im Neubau ausreichend mit Tageslicht versorgt werden.

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