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Pressespiegel & Aktuelles - Archiv von Wolfgang Schuster

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Wetzlar

Turnhalle der August-Bebel-Schule in Wetzlar wird zweites Ankunftszentrum

Lahn-Dill-Kreis rechnet ab kommender Woche mit über 200 Geflüchteten pro Woche

Wetzlar/­Dillenburg/­Herborn (ldk): Die Zahl der Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine flüchten, steigt enorm an – Tausende verlassen aktuell täglich ihre Heimat, vor allem Frauen und Kinder. Etliche finden in den Nachbarländern Zuflucht, aber viele machen sich auch auf den Weg nach Deutschland. Das Land Hessen rechnet damit, dass wöchentlich bis zu 3.000 Geflüchtete in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes ankommen werden. Schon Ende der vergangenen Woche hat Innenminister Peter Beuth die Landkreise darauf vorbereitet, dass sie etwa die sechsfache Menge der bisher zugeteilten Menschen erreichen wird.

Immer noch erreichen circa 35 Geflüchtete, beispielsweise aus Syrien oder Afghanistan, wöchentlich den Lahn-Dill-Kreis. Nun kommen noch einmal deutlich mehr Menschen aus der Ukraine hinzu, die zunächst im Ankunftszentrum Lahn-Dill-Kreis in der Kestnerschule in Wetzlar unterkommen. Bis zu 200 Menschen finden dort aktuell Platz, die Kapazität soll noch einmal auf 250 Betten in dieser Woche aufgestockt werden.

„Dennoch reicht der Platz nicht aus für all die Menschen, die wir nun erwarten“, sagt Landrat Wolfgang Schuster. Deshalb haben er und die Dezernenten einstimmig am Dienstagmittag beschlossen, dass der Lahn-Dill-Kreis ein zweites Ankunftszentrum in der Turnhalle der August-Bebel-Schule in Wetzlar einrichten wird. „Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, da wir wissen, dass die Turnhalle nicht nur für den Schulsport gebraucht wird, sondern auch zahlreiche Angebote für die Kinder und Jugendlichen außerhalb der Schule dort stattfinden“, erklärt Wolfgang Schuster. Dennoch sei die Turnhalle der optimale Standort für ein zweites Ankunftszentrum, da dort zum einen genügend Platz gegeben ist – bis zu 250 Menschen können dort noch einmal untergebracht werden. Die Menschen finden dort zum anderen ideale sanitäre Bedingungen und für die Versorgung in der Mensa vor. Auch für die Kinder gibt es an diesem Standort ausreichend Möglichkeiten, sich draußen zu bewegen. Nicht zuletzt hat die räumliche Nähe zur Kreisverwaltung den Ausschlag für die Entscheidung gegeben. Die Geflüchteten aus der Ukraine sollten sich, sobald sie im Lahn-Dill-Kreis angekommen sind, bei der Ausländerbehörde melden, um unter anderem die medizinische Versorgung, aber auch die finanzielle Unterstützung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sicherzustellen.

Die Gefahrenabwehr des Lahn-Dill-Kreises wird nun beginnen, die Turnhalle für die Ankunft der nächsten Geflüchteten in der kommenden Woche vorzubereiten.

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