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Pressespiegel & Aktuelles - Archiv von Wolfgang Schuster

Beachten Sie bitte, dass dieser Artikel vor 3818 Tagen veröffentlicht wurde.

Unterwegs auf der Bergmannsroute

Neuer Weg ist Teil eines hessischen Wanderabenteuers

Wetzlar (red). Die neue Bergmannsroute am Lahnwanderweg wurde von Wetzlar aus im Rahmen der Hessen-Wanderung „Wanderabenteuer: 5 Wochen – 5 Pfade“ der Hessen-Agentur und der Zeitschrift „Wandermagazin“ erwandert.

Bürgermeister Manfred Wagner begrüßte die Wanderer am Startpunkt Eisenmarkt, wo sich zeige, dass Wetzlar auch die Stadt des Bergbaus und der Eisenverarbeitung sei.

Die Wanderung führt seit dem 31. August noch bis zum 2. Oktober durch die schönsten Wandergebiete Hessens. Begleitet von Landrat Wolfgang Schuster sowie von Vertretern des Besucherbergwerkes Fortuna in Bergmannskluft wanderte die Gruppe die zwölf Kilometer lange Strecke bis zur Grube Fortuna.

Eine Karte der Bergmannsroute und weitere Informationen sind bei der Tourist-Information, Domplatz 8, ☎ (0 64 41) 99 77 55 erhältlich. Die Aufnahme einer Etappe der Bergmannsroute in das hessische Wanderabenteuer „5 Wochen – 5 Trails“ hebt die Bedeutung dieses Weges hervor. Der Weg greift das Thema auf, für welches gerade der Eisenmarkt und die Grube Fortuna stehen. Bereits seit alters her wurde in der Umgebung von Wetzlar Eisen gewonnen. Früher wurde das Eisenerz in der Nähe der Fundorte in den sogenannten Waldschmieden verhüttet. Die Benennung des historischen Platzes im Zentrum der Wetzlarer Altstadt als Eisenmarkt geht auf das Mittelalter zurück. Der Name zeigt, dass hier mit dem in der Region gewonnenen Eisen gehandelt wurde. Mit der Eröffnung der Bergmannsroute im September 2012 wurde ein attraktives Angebot für Wetzlar und die Umgebung geschaffen, welches an diese Tradition anknüpft. Mit rund 26 Kilometern verbindet der Weg die Städte Wetzlar und Braunfels auf einer landschaftlich reizvollen Strecke miteinander. Von Braunfels nach Wetzlar bietet dann der Lahnwanderweg mit einer Etappe von 13 Kilometer eine gute Möglichkeit, zum Ausgangspunkt zurückzuwandern. Wer nicht die 26 Kilometer auf einmal wandern möchte, kann von Leun-Lahnbahnhof mit der Bahn zum Ausgangspunkt zurückfahren. Auf der Wanderung selbst ermöglicht nicht nur die Grube Fortuna einen Blick in die Geschichte des Bergbaus. Immer wieder begegnen dem Wanderer alte Tagebaue, die zeigen, wie wichtig dieser Wirtschaftszweig für die Region war. Zwischenzeitlich hat sich auch der Tourismus zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt.

Tourismus ist Wirtschaftsfaktor

Die Wetzlarer Touristiker schätzen, dass schon heute etwa zehn Prozent des Übernachtungsvolumens in der Stadt auf den Aktivtourismus zurückzuführen ist. Das sind rund 18 000 Übernachtungen, die vorwiegend in der Zeit von April bis Oktober stattfinden. Befragungen von Wanderern im Rahmen einer Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie haben ergeben, dass Tagesausflügler durchschnittlich 15,54 Euro ausgeben, übernachtende Wanderer 56,83 Euro. Ein neuer Wanderweg hat daher nicht nur große Bedeutung für den Erholungswert der Region, sondern ist auch eine wirtschaftliche Größte.

Wetzlarer Neue Zeitung vom Montag, 9. September 2013, Seite 11

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