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Pressespiegel & Aktuelles - Archiv von Wolfgang Schuster

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Vor allem Senioren profitieren

Drei Millionen Euro für Umbau und Modernisierung in Braunfels

Braunfels (wv). Nach einer Bauzeit von zehn Monaten sind Erweiterung und Modernisierung der Klinik Falkeneck abgeschlossen. In einer Feierstunde am Dienstagnachmittag haben die Verantwortlichen die neuen Räume ihrer Bestimmung übergeben.

Damit verfügt die Geriatrie über 75 Betten. Die internistische Abteilung umfasst 34 Betten. Hierzu kommen fünf Belegbetten für die Rheumatologie.

Die Baukosten von rund drei Millionen Euro wurden von den Lahn-Dill-Kliniken investiert. "Wir haben allen Grund zur Freude, denn im Verlauf der Jahre hat sich die Klinik Falkeneck mit dem angeschlossenen Medi-Center zu einem modernen medizinischen Vorzeigeprojekt entwickelt, von dem besonders die älteren Menschen profitieren werden", erklärte Richard Kreutzer, Geschäftsführer der Lahn-Dill-Kliniken, als er die über 100 Gäste begrüßte, unter ihnen Vertreter von Politik, Kommunen und dem Gesundheitswesen.

Dank gemeinsamer Anstrengungen sei es gelungen, Falkeneck zu einem medizinischen Zentrum für ältere Menschen zu entwickeln, das zu den führenden Einrichtungen in Deutschland zählt. "Mit unserem Bettenangebot und den zehn Plätzen in der Tagesklinik sind wir im Bereich der Geriatrie für die Zukunft gut aufgestellt", führte Kreutzer weiter aus.

Die internistische Klinik im zweiten und dritten Obergeschoss sei zwar seniorengerecht ausgestattet, sie stehe aber auch für jüngere Patienten aus der Region offen und erweitere damit die Kapazität an Patientenbetten. Abschließend dankte Kreutzer den Mitarbeitern in Medizin und Pflege. "Sie haben während der Bauphase unter erschwerten Bedingungen vorbildliche Arbeit geleistet", betonte der Geschäftsführer.

"Die Geriatrie, die im Jahr 2001 mit 50 Patienten begonnen hat, betreut heute in ihren stationären und ambulanten Bereichen jährlich über 800 Senioren. Dank der erweiterten Bettenkapazität sollen im Falkeneck zukünftig bis zu 1300 Patienten versorgt werden", informierte Chefarzt Bernd Göbel über die Ziele seiner Einrichtung.

Dank der neuen Räumlichkeiten und des Medi-Centers könne den älteren Patienten eine vielfältige und kompetente medizinische Versorgung unter einem Dach und in einem ansprechenden Ambiente angeboten werden.

"Das Durchschnittsalter der Patienten liege heute bei 82 Jahren und die Verweildauer im Schnitt bei 17 Tagen. "Trotz oft schwerer Vorerkrankungen verlassen über 90 Prozent die Klinik in einem deutlich verbesserten Zustand und nur acht Prozent müssen in eine Pflegeeinrichtung entlassen werden", erklärt der Mediziner bei einem Rundgang durch die neuen Abteilungen.

Auch Landrat Wolfgang Schuster (SPD), Vorsitzender des Aufsichtsrates der Lahn-Dill-Kliniken, betonte in seinem Grußwort die hochwertigen geriatrischen Behandlungskonzepte und Therapien, die in Braunfels den Senioren zu Teil würden. "Dies ist ein guter Tag für die älteren Menschen im Lahn-Dill-Kreis und unsere Gesellschaft. Wir müssen sehr schnell auf den demografische Wandel und die verbesserten Lebenserwartungen unserer Mitbürger reagieren", sagte Schuster.

In der medizinischen Versorgung hätten die Lahn-Dill-Kliniken die richtigen Wege beschritten. Ausgestattet mit über 900 Betten und rund 2000 Mitarbeitern können sie den Menschen in der Region auch zukünftig hochwertige medizinische Versorgung in vertrauter Umgebung garantieren.

Tarifgerechte Bezahlung und Personalerhalt sind Ziele für die Kliniken

"Wir schreiben zwar leicht schwarze Zahlen, aber die finanzielle Belastungsgrenze ist erreicht. Dies gilt sowohl für das Personal als auch die die Sachkosten und Investitionen", betonte der Landrat. Es solle kein Personal abgebaut und auch weiterhin tarifgerechte Bezahlung garantiert werden. Deshalb seien Zuschüsse notwendig, um ein kostendeckendes Arbeiten sicherstellen.

In einem Fachvortrag, der bei den Gästen viel Beachtung fand, erläuterte der Privatdozent und Ärztliche Direktor des Klinikums Wetzlar-Braunfels, Erich Lotterer, wie Alter und Krankheit miteinander verknüpft sind. Grundsätzlich seien mit zunehmendem Alter alle Körperfunktionen mehr oder weniger stark eingeschränkt.

Da zumeist verschiedene Krankheiten auftreten, seien sie oft nur schwer zu diagnostizieren, was eine besondere Herausforderung für den Arzt und Patienten darstelle. Oft zeigten gängige Therapien keine oder eine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. "Auch wir Ärzte können trotz modernster Medizintechnik und Medikamentierung die Lebensjahre nicht zurückschrauben, aber wir haben viele Möglichkeiten durch individuelle Behandlung, die Lebensqualität älterer Menschen wieder herzustellen und zu erhalten", versicherte Lotterer. Und dafür bietet Falkeneck durch seine spezialisierte Ausrichtung ideale Voraussetzungen.

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