Pressespiegel & Aktuelles

Pressespiegel & Aktuelles - Archiv von Wolfgang Schuster

Beachten Sie bitte, dass dieser Artikel vor 514 Tagen veröffentlicht wurde.

Lahn-Dill-Kreis

Weihnachten ist das Fest der Liebe, Freundschaft und Familie

Lahn-Dill-Kreis und Partnerregionen in Polen und Türkei wünschen Frohe Weihnachten

Wetzlar/­Dillenburg/­Herborn (ldk): Weihnachten ist nicht nur ein hohes, christliches Fest in Deutschland. Es wird auch als das Fest der Liebe, der Familie und der Freundschaft gesehen. Wie wichtig es ist, Menschen in seinem Leben zu haben, auf die man sich verlassen kann, ist in diesem Jahr wieder deutlich geworden. Die immer noch herrschende Corona-Pandemie, der Angriffs-Krieg in der Ukraine, die Energiekrise – diese und weitere Herausforderungen haben uns in diesem Jahr auf die Probe gestellt.

Die Kreisverwaltung des Lahn-Dill-Kreises ist froh, dass sie sich in Krisenzeiten stets auf ihre Partnerlandkreise Ozmangazi in der Türkei und Grodzisk in Polen verlassen kann, und andersherum ebenso. Gemeinsam mit dem Landkreis Grodzisk in Polen konnte der Lahn-Dill-Kreis in diesem Jahr beispielsweise insgesamt zwei Hilfsgütertransporte in die Ukraine organisieren. Insgesamt rund 30 Tonnen an Verbandsmaterial, Wasser, Medizin, Feldbetten, Decken, Lebensmitteln und Hygieneartikeln wurden so auf den Weg gebracht.

Zudem war eine Delegation rund um Landrat Wolfgang Schuster in Ozmangazi zu Gast, um dort einen Baum als Symbol der Freundschaft zwischen beiden Regionen zu pflanzen.

Zum Jahresabschluss möchten Landrat Wolfgang Schuster und seine Kollegen Mustafar Dündar, Bürgermeister von Bursa in Ozmangazi, und Mariusz Zgainski, Landrat von Grodzisk, den Bürgerinnen und Bürgern der drei Regionen ihre Grüße und Wünsche übermitteln.

„In ein paar Tagen werden wir Weihnachten feiern und bald auch das kommende neue Jahr. Aus diesem Anlass möchte ich Ihnen allen Frohe Weihnachten wünschen und für das kommende neue Jahr 2023 Freude, Frieden, Optimismus, Glück und alles Gute bei der Umsetzung Ihrer Pläne“, sagt Marius Szgainski.

In der Türkei wird Weihnachten zwar überwiegend nicht gefeiert. Dennoch sendet auch Mustafar Dündar viele Grüße in den Lahn-Dill-Kreis: „Unsere Beziehungen zum Lahn-Dill-Kreis, mit dem wir seit mehr als zehn Jahren freundschaftlich verbunden sind, vertiefen sich weiter. Der Baum, den wir in den letzten Monaten gepflanzt haben und der das Symbol unserer Partnerschaft ist, beginnt in Bursa bereits Wurzeln zu schlagen. Die Bäume, die wir als Geschenk überreicht haben, zählen die Tage, um sich mit dem Boden Ihrer Stadt zu einen. Unsere enge Zusammenarbeit auf Führungsebene wollen wir durch Brüderlichkeit auch unter den Völkern ergänzen. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um unserer Partnerregion Lahn-Dill-Kreis zum Weihnachtsfest zu gratulieren. Ich wünsche auch, dass das neue Jahr allen Menschen im Lahn-Dill-Kreis Frieden, Ruhe, Gesundheit und Glück bringt. Grüße aus Bursa.“

Landrat Schuster richtet sich mit ganz persönlichen Weihnachtsgrüßen an die Menschen im Lahn-Dill-Kreis: „Das Weihnachtsfest hat bei uns sowohl Tradition als auch Zukunft, denn es hält uns als Gemeinschaft zusammen. Wer die Welt zu einem besseren Ort machen will, braucht gute Freunde. Denn Freundschaften sind die tragenden Säulen in unserem Leben – sie machen Mut und Hoffnung und fangen uns in schwachen Momenten auf. Und der Zusammenhalt untereinander sorgt dafür, dass die positive Veränderung auch langfristig eintritt.“

 

Weihnachten und religiöse Feste in Polen und in der Türkei

In Polen gibt es Weihnachtstraditionen, die den deutschen in vielen Punkten ähneln. Auch dort beginnt das Weihnachtsfest am 24. Dezember. Sobald der erste Stern am Himmel steht, beginnt das Weihnachtsessen. Erst dann darf man sich an den Tisch setzen, die Oblate teilen und sich dabei etwas wünschen. In vielen Haushalten liegt noch Heu unter der Tischdecke auf dem Heiligabendtisch, der den Ort symbolisiert, an dem Jesus geboren wurde. Auch für einen unerwarteten Gast bleibt ein freier Platz am Tisch. Zwölf Gerichte sollen dem Brauch nach auf dem Heiligabendtisch stehen, die beliebtesten sind roter Borschtsch, gebratener Karpfen, Knödel und Kohl mit Erbsen. Zum Trinken wird getrocknetes, geräuchertes Fruchtkompott gereicht. Traditionell stehen Weihnachtsbäume in den Häusern und Mistelzweige werden unter der Decke aufgehängt. Der Weihnachtsbaum gilt in Polen als ein Symbol für das Leben und die Geburt Jesus. Nach dem Weihnachtsessen ist es Zeit, Weihnachtsgeschenke auszutauschen und Weihnachtslieder zu singen. Der Höhepunkt des Weihnachtsabendessens ist „Pasterka“ – eine traditionelle Messe, die in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember gefeiert wird. Es ist der wichtigste Moment in der Weihnachtszeit. Die Messe findet normalerweise um Mitternacht statt. Frohe Weihnachten heißt auf Polnisch: WESOŁYCH ŚWIĄT.

In der Türkei wird Weihnachten nur von den dort lebenden Christen gefeiert. Für die überwiegend muslimische Bevölkerung ist der heilige Fastenmonat „Ramadan“ und das sich anschließende „Fest des Fastenbrechens“, das sogenannte Zuckerfest, eines der bedeutendsten religiösen Feste. Während der Fastenzeit dürfen die Erwachsenen vier Wochen lang tagsüber nichts essen und trinken. Das Ende der Fastenzeit wird mit dem Zuckerfest gefeiert. Der Beginn des Festes richtet sich nach dem Mondkalender. Traditionell beginnt es nach der Sichtung der Mondsichel des Neumondes mit dem Besuch einer Moschee für ein Gebet. Für das Zuckerfest backen oder kaufen die Menschen Süßwaren. Bei vielen ist es Tradition, sich zum Fest neue Schuhe und Kleidung zu kaufen. Auch das Haus wird gesäubert, aufgeräumt und geschmückt. Wie in Deutschland an Weihnachten ist es unter Muslimen üblich, Familie und Freunde zu besuchen, um gemeinsam zu feiern und zu speisen. Dann wünscht man sich alles Gute und ein gesegnetes Fest. Auf Türkisch heißt das: „Bayram mübarek olsun“.

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